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15Dez2008

Gewerkschaften in Münster erinnern Senat an soziale Verantwortung

von ufafo.ms in Bildungsproteste

Nils Greve (AStA),  Peter Mai (DGB),  Irene Thesing, Kurt Stiegler, Jörg Rostek (alle AStA) und  Carsten Peters  (GEW).

Das Foto zeigt von links nach rechts: Nils Greve (Juso-HSG, AStA), Peter Mai (DGB), Irene Thesing (uFaFo, AStA), Kurt Stiegler (Uni-GAL, AStA), Jörg Rostek (uFaFo, AStA) und Carsten Peters (GEW).

Am heutigen Montag fand im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Münster eine Pressekonferenz des DGB statt. Zentrales Thema der Konferenz war die am 17. Dezember 2008 anstehende Entscheidung des Senates der Uni Münster darüber, ob deren Studierenden auch weiterhin mit 275 Euro Studiengebühren pro Semester belastet werden sollen.

„Wir unterstützen die Studierenden und wollen ein gebührenfreies Bildungssystem von der Kita bis zum Studium und darüber hinaus“, so Carsten Peters, GEW-Geschäftsführer in Münster. „Die Bildungsfinanzierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir brauchen eine größere Bildungsbeteiligung derjenigen, die bisher keinen Weg in Bildungsstätten gefunden haben und keinen Verdrängungswettbewerb zwischen Auszubildenden und Studierenden. Die Studiengebühren haben viele junge Menschen  von der Aufnahme eines Studiums abgeschreckt und somit  für Engpässe auf dem Ausbildungsmarkt gesorgt. Deshalb unterstützen wir den Allgemeinen Studierendenausschuss und die Studierenden der Uni Münster bei ihren Bemühungen ein soziales Bildungssystem zu erreichen und stehen als Gewerkschaften voll hinter ihnen.“

Peter Mai, DGB-Vorsitzender in Münster, der auf der vergangenen Anti-Studiengebühren-Demo in Düsseldorf vor dem Landtag für gebührenfreie Bildung demonstriert hat meint dazu: „Armut wird in Deutschland weiter vererbt. Das dies so ist, liegt unter anderem am Zustand unseres Bildungssystems. Dies muss sich ändern. Damit sich das ändert ist die Abschaffung von Studiengebühren unbedingte Voraussetzung. Dies müssen die Mitglieder des Senates bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Deshalb wollen wir die Senatorinnen und Senatoren der Uni Münster an ihre soziale Verantwortung erinnern.“

Bei der Pressekonferenz kamen auch die Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter zu Wort. Irene Thesing, Referentin für Hochschulpolitik des AStA der Uni Münster betont: „Bisher haben es die Senatsmitglieder noch nicht einmal geschafft, Anträge, die in den Senat bezüglich Studiengebühren eingebracht werden sollen, an uns Studierende weiterzugeben. Wir wissen also bisher nicht, was uns erwartet. Wir ahnen jedoch Böses. Doch unabhängig davon wie die Entscheidung des Senates am 17. Dezember ausfallen wird, Studiengebühren dürfen nicht zur anerkannten gesellschaftlichen Realität werden. Mit unserm Protest tragen wir unseren Teil dazu bei, dass dies nicht geschieht.“

Der DGB hat die Einzelgewerkschaften gebeten, die Mitglieder auf die Demonstration und die Kundgebung der Studierenden hinzuweisen. „Wir beobachten den Tatbestand Studiengebühren schon sehr lange“, so Rolf Hannemann, DGB-Organisationssekretär der Region Münsterland. „Das Ziel ist klar: keine Studiengebühren. In Bremen werden beispielsweise keine Studiengebühren erhoben. Man kann also auch anders kalkulieren. Bildung kann, wenn der politische Wille besteht, gebührenfrei sein.“

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