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02Dez2009

Das NRW-Semesterticket: Erweiterter Verkehrsraum für alle?

von ufafo.ms in Semesterticket

Seit Anfang dieses Semesters haben wir an der Uni Münster das neue NRW-Semesterticket, das von Benjamin Holsing mit Unterstützung von Jochen Hesping und Rudi Mewes eingeführt wurde. Wir haben dafür positive, aber auch negative Rückmeldungen bekommen. Für viele Studierende bedeutet die NRW-Erweiterung einen Vorteil, da sie nun ihre Heimfahrten oder die Besuche der NRW-Metropolen zu deutlich reduzierten Kosten haben können. Für andere Studis ist es aber eine Mehrbelastung, die ihnen nichts bringt, weil sie ihre oft teuren Heimfahrten immer noch selbst bezahlen müssen, ohne irgendeine Unterstützung der Studierendenschaft dafür zu bekommen.

Manche beklagen, daß man nun zwar in ganz NRW unterwegs sein kann, aber leider nur in Bummelzügen, was teilweise sehr lange Fahrtzeiten bedeutet. Außerdem dürfen wir münsteraner Studis weder eine weitere Person noch ein Fahrrad kostenfrei mitnehmen. Für viele Studierende ist es interessanter, eine Bahncard 50 (115 Euro jährlich) zu kaufen, anstatt zweimal jährlich 113 Euro (Preis steigend) für das NRW-Semesterticket auszugeben. Zum Semesterticket gehört nun einmal, die Interessen aller abzuwägen, schließlich müssen alle Studis das Ticket bezahlen, egal, wie sehr es ihnen individuell nützt. Der vom uFaFo vorgeschlagene und eingeführte Solidarfonds hilft immerhin den ärmsten Studierenden, die Probleme haben, das Geld für die Rückmeldung zusammenzukratzen, indem sie sich den Beitrag für das Semesterticket erstatten lassen können.

NRW-Erweiterung fortführen? Darüber sollen die Studis selbst entscheiden!
Von Anfang an hatte das uFaFo eine kritisch zurückhaltende Meinung zum NRW-Semesterticket, die sich auch in unseren Äußerungen z.B. in der UFAFON zeigt. Vor überzogenen Erwartungen haben wir gewarnt und gefordert, daß die Debatte öffentlich gemacht und das Ticket nicht übereilt eingeführt wird. Die reichliche Kritik gibt uns recht: Viele Studis waren überrascht, plötzlich einen erheblich größeren Semesterbeitrag bezahlen zu müssen, obwohl die Urabstimmung im letzten Jahr keinen Beschluß für das NRW-Semesterticket herbeigeführt hat. In geschickten Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben haben die uFaFo-Leute im AStA eine Mindestvertragslaufzeit von nur einem Jahr durchgesetzt, die es uns ermöglicht, das Ticket nach kurzer Zeit erneut auf den Prüfstand zu stellen. Das heißt, daß im Sommersemester erneut entschieden werden kann, ob das NRW-Semesterticket weitergführt wird oder nicht.

uFaFo fordert Urabstimmung

Das uFaFo fordert die Durchführung einer Urabstimmung und die Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Quorums, damit die Studierenden selbst einen rechtsverbindlichen Beschluß herbeiführen können. Denn was das Beste für uns Studis ist, weiß nicht das Studierendenparlament – das wissen wir Studis selbst. Und falls nur eine Minderheit das NRW-Semesterticket fortsetzen will, sollten nicht alle dafür zur Kasse gebeten werden. Wir hoffen, daß wir die Urabstimmung durchsetzen können, und bitten euch alle, daran teilzunehmen.

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