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17Feb2010

Kritik an Juso-HSG im Semesterspiegel

von ufafo.ms in Allgemeines, Bildungsproteste, Studiengebühren, Wahlbetrug der Juso-HSG, Wahlen

Semesterspiegel im FebruarDie aktuelle Februar-Ausgabe des Semesterspiegels

„275 Euro für einen Stehplatz – Ich fasse es nicht!“ mit diesen Worten beginnt die überaus lesenswerte Februar-Ausgabe des „Semesterspiegels“ der Studierendenschaft der Uni Münster. Die Studierendenzeitschrift offenbart diesmal nicht nur mit Hilfe von Alexander Katzer (uFaFo) die Anfänge von Bologna, sondern beschreibt, dank SSP-Redakteur Christian Strippel, wie die Rektorin der Uni Münster „Wer ist schuld-Pakete?“ an Studierende verteilte. Außerdem stellt der Semesterspiegel die neue AStA-Vorsitzende der Juso-HSG vor.

Was mit dem neuen AStA zu erwarten ist, zeigen die uFaFo-Mitglieder, ehemaligen Hochschulpolitikreferenten und BildungsstreikerInnen Katharina Ochsendorf und Lukas Drees mit ihrem Artikel „Hallo – ist da der Boykott? – Hintergründe zum Nicht-Zustandekommen des diesjährigen Studiengebührenboykotts“. Wie rücksichtslos die Juso-HSG politisch agieren kann und warum parteiferne Hochschulpolitik notwendig ist, darüber schreibt Astrid Sauermann (uFaFo) in ihrem Text „Tausche Unterschrift gegen Parteikarriere“.

16 Kommentare zu Kritik an Juso-HSG im Semesterspiegel

Schwätz Gordon

18. Februar 2010 um 14:14 Uhr

GÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHN

Der Generalsekretär

18. Februar 2010 um 15:04 Uhr

„Astrid Sauermann (uFaFo)“ das uFaFo ist also schon bundesweit aktiv? Immerhin ist Astrid soweit ich weiß gar nicht mehr in Münster immatrikuliert.

Überhaupt beweist ihr mit dieser Auflistung von AutorInnen vor allem eines: Diese Ausgabe des Semesterspiegels ist vor allem eines: Ein Selbstbespaßungsblättchen des uFaFo. Hat man, wie gute Presse es tun sollte, die Juso-HSG nach einer Gegendarstellung gefragt? Hat man sie wenigstens um ein Statement zu den Vorwürfen gebeten? Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas mitbekommen zu haben.

Da fragt man sich doch, wie neutral diese Berichterstattung sein kann, wenn konsequent nur die eine Seite zu Wort kommen darf.

Im übrigen bin ich gespannt, ob dieser Kommentar freigeschaltet wird. Wenn nicht, fühle ich mich persönlich bezüglich eures Demokratieverständnisses bestätigt.

Rote Grüße,
der Generalsekretär

Wildschwein

19. Februar 2010 um 11:53 Uhr

Also die hier angepriesenen Artikel waren vornehmlich von der Sorte „beleidigte Leberwurst“ einiger Mitglieder einer ewiggestrigen linken Schießbudenfigurenliste, die zu recht nicht mehr im AStA sitzt…

Olaf

21. Februar 2010 um 19:54 Uhr

Die Juso-HSG ist ein Liste, die permanent parteinahe Kampagnen fährt. Damit das funktioniert müssen intern die massivsten Mittel angewandt werden – Unterschriftenfälschung ist da nur ein Punkt von vielen. Insofern ist es gut, dass es ein Blatt gibt, in dem solche Probleme regelmäßig öffentlich gemacht werden.
Aus welchen Beweggründen die Öffentlichmachung geschieht ist wohl nicht so relevant, die Fakten sind viel interessanter.

Student X

22. Februar 2010 um 00:15 Uhr

SOFERN es sich um Fakten handelt, die berichtet werden.

Allerindgs wurde im entsprechenden Artikel auch sehr gewissenhaft auf Internetforen, private SMS und Gespräche als Quellen verwiesen.

Mal ernsthaft Leute:

Wenn ihr sowas im öffentlichen Raum vorstellen würdet, würde man es euch links und rechts um die Ohren hauen!

Selbst wenn eure Kritik berechtig sein könnte (ich persönlich kenne die Wahrheit nun nicht), solltet ihr echt mal überlegen, ob ihr euch mit solchen Nummern der allumfassenden Lächerlichkeit preisgebt…

Hanswurst

22. Februar 2010 um 11:49 Uhr

Liebster Olaf,
nun kann man natürlich laut „Unterschriftenfälschung“ und was nicht alles rufen, allerdings wäre es doch sehr schön, wenn auch nur annähernd bei der Wahrheit geblieben würde. Die „Tatsachen“, die in den Artikeln aufgeführt werden, sind genauso genau recherchiert und sicher, wie die Zahlen über Schäden durch Raubkopierer. Falls es jemanden interessiert: Die Zahlen, die von Lobbyverbänden und Politikern bisher benutzt werden um den Schaden durch Raubkopien im digitalen Zeitalter durch Bittorrent, emule, usw. zu beziffern, stammen aus der Zeit Mitte der 80er Jahre und waren damals eine reine Schätzung ins blaue. Einen ähnlichen Wahrheitsgehalt hat dieser Artikel.

astrid

24. Februar 2010 um 11:58 Uhr

ich bin schon seit august letzten jahres nicht mehr im ufafo. das „(ufafo)“ hinter meinem namen in dem artikel ist also etwas irreführend.

Tobias

24. Februar 2010 um 14:18 Uhr

Hallo,

ich weiß ebenfalls nicht so richtig, was ich von dem Artikel halten soll. Aber vielleicht kann die Verfasserin, da sie auch zu der anderen Frage Stellung genommen hat, etwas dazu sagen.

Ich habe die Sache verfolgt, da ich beim ZWA an der Urne gewählt habe und auf der Seite (musste nach dem Weg gucken) die Stellungnahme der Wahlleiterin gelesen hatte.

So richtig werde ich trotz des Artikels nicht schlau aus den Zusammenhängen:
Woher hast du denn den Zugang zu den SMSen? Warum wurde der Sache nicht auf offiziellem Weg nachgegangen, wenn auch Olaf hier von einer Faktenlage spricht? Hattest du für deinen Artikel versucht mit Personen der Jusos Kontakt aufzunehmen? Hast du sie um eine Darstellung aus ihrer Sicht angefragt?

Danke vorab für eine Antwort.

Semesterspiegel

24. Februar 2010 um 18:18 Uhr

Lieber „Generalsekretär“,

du bist ja ein Herzchen! Warum sollte die Autorin des Artikels die Juso-HSG denn um eine Gegendarstellung bitten? Ist sie persönlich zu dem verpflichtet, was du unter „neutraler Berichterstattung“ verstehst? Sie hat ihren Standpunkt klar und deutlich dargelegt und mit reichlich Informationen unterfüttert – sehr gut.

Und während du dich darüber beschwerst, dass die Autorin die Juso-HSG hätte fragen sollen, spekulierst du selbst darüber, ob sie denn noch Studentin an der Uni Münster sei. Du hättest sie ja fragen können. Inwiefern sie von den dargestellten Vorgängen betroffen ist, hat sie im Artikel ausführlich dargestellt – du hättest ihn mal lesen sollen 😉

Im übrigen steht es allen Studierenden frei, im SSP zu publizieren, manche tun das mehr, andere wiederum weniger. Wenn dir der Semesterspiegel nicht gefällt, mußt du ihn ja nicht lesen.

Beste Grüße!

jochen

24. Februar 2010 um 22:38 Uhr

die sms hat sie von mir @ tobias

astrid

25. Februar 2010 um 01:51 Uhr

hallo tobias,

> Woher hast du denn den Zugang zu den SMSen?

hat jochen schon beantwortet.

> Warum wurde der Sache nicht auf offiziellem Weg nachgegangen, wenn auch Olaf hier von einer Faktenlage spricht?

das frage ich mich auch. der offizielle weg ist wohl irgendwie im sande verlaufen. beim asta-vorsitzenden wurde im november beschwerde eingereicht, woraufhin der eine stellungnahme veröffentlicht hat. er hat nach rücksprache mit dem asta-anwalt die einverständniserklärungen beschlagnahmen lassen und bei der rechtsaufsicht der uni zur verwahrung abgegeben, um eventuell später in einem gerichtsverfahren die fälschung der unterschriften beweisen zu können. diese unterlagen durfte sich aber kurz nach der wahl der neugewählte präsident des studierendenparlaments (juso-mitglied) bei der rechtsaufsicht wieder abholen. er bräuchte die unterlagen, sagte er, um die echtheit der unterschriften unter den rücktritten von parlamentarierInnen zu überprüfen. er wollte sie abgleichen mit den unterschriften unter den einverständniserklärungen.

der nächste offizielle schritt wäre gewesen, dass im stupa eine diskussion stattfindet. bei der konstituierenden sitzung des stupa gibt es immer auch einen bericht der wahlleiterin. dort wurde laut protokoll der sitzung aber nicht über dieses thema gesprochen. auch wurde kein wahlprüfungsausschuss eingerichtet. der hätte die aufgabe gehabt, die vorwürfe zu prüfen und konsequenzen vorzuschlagen. aber daran haben die listen im stupa offensichtlich kein interesse. warum, weiß ich auch nicht.

noch ist es aber natürlich nicht zu spät, einen offiziellen weg einzuschlagen. der weg der anzeige der unterschriftenfälschung steht jedem offen.

> Hattest du für deinen Artikel versucht mit Personen der Jusos Kontakt aufzunehmen?

ich habe kontakt zu einigen jusos. sonst wüsste ich ja auch nichts von der unterschriftenfälschung. allerdings haben die, die ich kenne, keine „leitenden funktionen“ inne und sind in der gruppe nicht wirklich aktiv.

> Hast du sie um eine Darstellung aus ihrer Sicht angefragt?

ich habe keine mail an veith oder ninja oder nicolin geschrieben und um ein persönliches gespräch gebeten, falls du das meinst. diejenigen jusos, die ich persönlich kenne und schätze, habe ich gefragt, wie sie die sache sehen. aber die sind nicht für die unterschriftenfälschung verantwortlich.

es gibt die stellungnahme der wahlleiterin, die den jusos nahesteht. daraus, und aus den zahlreichen kommentaren auf diversen blogs und homepages von generalsekretären und anderen anonym auftretenden jusos kann man deren sicht der dinge schon recht gut ablesen.

ich denke aber auch, dass es aufgabe der juso-hsg ist, sich zu diesem vorwurf zu äußern. sie könnten sich bei ihren kandidaten, deren unterschriften sie gefälscht haben, und bei den getäuschten wählern entschuldigen. vielleicht auch bei den anderen listen, die jedes jahr erneut die mühe auf sich nehmen, von all ihren kandidaten unterschriebene einverständniserklärungen einzusammeln. eine notwendige pflicht für die sich die juso-hsg wohl zu schade war. andererseits scheinen die listen den juso-saubermännern und -frauen diesen faux pas wohl schon vergeben zu haben.

Tobias

25. Februar 2010 um 14:00 Uhr

Hallo Astrid,

danke für deine schnelle Antwort.

Dir scheint das Thema persönlich sehr am Herz zu liegen, will meinen, du scheinst persönlich in eine Richtung, nämlich der vermeindlich Betroffenen, guten Kontakt zu haben. Ich finde die ganze Sache immer noch etwas kurios (niemanden scheint es zu interessieren, weder die Betroffenen noch die anderen Listen), wobei ich dir nicht unterstellen möchte, dass es nicht stimmt.

Welche Rolle spielen die einzelnen Personen, die du aufgezählt hast? Welche unheimliche Macht können die denn bitte haben, um ganze Parteikarrieren, wie du im Artikel schreibst, zu beeinflussen oder darüber zu entscheiden?

Wie gesagt, ich möchte dir nicht unterstellen, dass das alles nicht stimmt. Aber es hört sich alles so unglaublich und auch abenteuerlich an, je mehr ich darüber erfahre.

Frederike

25. Februar 2010 um 16:10 Uhr

.. Astrid sagt die Wahrheit, denn ich bin (leider) der lebende Beweis für die Unterschriftenfälschung. Ich habe nie unterschrieben und stehe auf der Liste. Das sollte als Antwort reichen…

calimero

26. Februar 2010 um 23:01 Uhr

@Frederike:
warum stellst du dann keine Anzeige wegen (wie auch immer es heisst) Persönlichkeitsrecht-beeinträchtigung, Papierverfälschung, usw?

ufafomuenster

5. März 2010 um 11:52 Uhr

Die Semesterspiegelredaktion weist uns darauf hin, daß der oben unter „Semesterspiegel“ gepostete Beitrag nicht von ihr stammt. Der Semesterpiegel ist online erreichbar unter http://www.semesterspiegel.de

Kommentare vorübergehend entfernt « Unabhängiges Fachschaften-Forum

23. Juni 2010 um 21:28 Uhr

[…] bei den Jusos beschäftigen. Dies betrifft die Kommentare unter den Artikeln „Kritik an Jusos im Semesterspiege“ und „Tausche Unterschrift gegen Parteikarriere„. Wir hoffen, dass in Zukunft […]

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