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14Sep2010

Schlappe beim Semesterticket: AStA kriegt Vertragsentwurf um die Ohren gehauen

von ufafo.ms in Semesterticket

Mit deutlicher Mehrheit folgte am Montag das Studierendenparlament (SP) unserer Empfehlung, den Entwurf für den kommenden Semesterticketvertrag an den AStA zur Korrektur zurückzuverweisen. Grund war ein durch den AStA ungenau ausgearbeiteter Vertragstext, der missverständlich war und zu gravierenden juristischen Probleme hätte führen können.

uFaFo-Parlamentarier Jochen Hesping entdeckte den Fehler und erklärt, warum es wichtig war, den Vertrag zurückzuweisen: „Wir brauchen einen Semesterticketvertrag, der Bestand hat und auch dann noch richtig verstanden wird, wenn wir, die wir jetzt studieren, die Uni Münster längst verlassen haben. Deshalb muss der Vertrag eindeutig formuliert sein. Dies ist im vorliegenden Vertragsentwurf leider nicht der Fall. Wer, wie die AStA-Vorsitzende Clarissa Stahmann (Juso-HSG), leichtfertig mit dem Semesterticket spielt, bringt es nur unnötig in Gefahr. Mit Argusaugen werden wir die weitere Entwicklung verfolgen und überprüfen, ob der AStA bei Vorlage eines neuen Entwurfs seine Hausaufgaben gemacht hat.“

In der Sitzung kritisierten wir darüber hinaus, dass den drohenden Preiserhöhungen keinerlei Leistungsverbesserung  von Seiten der Verkehrsbetriebe gegenübersteht. Wenn Streckennetze ausgedünnt und Taktraten von Bus und Bahn reduziert werden, stehen wir als Studierende dumm da und zahlen immer noch einen höheren Preis.

Jochen beschreibt, warum beim durch den AStA ausgehandelten Semesterticketvertreg bei weitem nicht alles eitel Sonnenschein ist, denn: „Die Höhe des Semesterticketpreises verschärft die sozialen Verhältnisse, vor allem der Studierenden aus armen Elternhäusern. Das Semesterticket ist inzwischen einer der größten Posten beim ständig steigenden Semesterbeitrag, den nicht die Eltern aller Studierenden klaglos übernehmen können. Es kostet jährlich fast doppelt so viel wie eine Bahncard 50, die für zahlreiche Studierende sicherlich die bessere Wahl wäre, wenn sie denn die Wahl hätten.“

Leider sind die Möglichkeiten, sich den Semesterticketpreis erstatten zu lassen, seit letztem Jahr nicht ausgebaut worden und noch immer viel zu gering. Es ist aber wichtig, die Studierenden darüber zu informieren, dass die Möglichkeit der Erstattung besteht, sofern man die eng gesetzten Kriterien erfüllt. Auskünfte erteilt das AStA-Finanzreferat unter der Telefonnummer (0251) 8323054.

Die Vertragslaufzeit haben AStA und DB Regio auf fünf Jahre festsetzen wollen, was bei den heutigen Bachelorstudiengängen fast zwei vollständige Studierendengenerationen umfassen würde. Wir fordern deshalb für euch, dass ihr selbst entscheiden dürft, ob das Semesterticket zu den vorgeschlagenen Konditionen gekauft werden soll, und haben im Parlament vorgeschlagen, dass vor Beginn der neuen Vertragslaufzeit und spätestens nach drei weiteren Jahren eine Urabstimmung über das Semesterticket durchgeführt werden muss.

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