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23Nov2010

Wahl des Studierendenparlaments 2010

von ufafo.ms in Wahlen

Auch in diesem Jahr tritt das uFaFo zur Wahl an. Hier findet ihr Informationen darüber, wer wir sind, was wir in letzter Zeit geleistet haben, was wir noch vorhaben und warum wir anders sind als andere:

Vorstellung und uFaFo-Programm (PDF/1 MB)

Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe von Studierenden verschiedener Fächer an der Universität Münster. Zusammengetan haben wir uns, um im Rahmen ehrenamtlichen Engagements für die Verbesserung von Studien- und Lebensbedingungen einzutreten. Dabei sind wir sowohl innerhalb der etablierten Hochschulstrukturen als auch außerhalb tätig und beteiligen uns in verschiedenen Bündnissen.

Viele von uns sind, bzw. waren in Fachschaften organisiert, also in den gewählten Studivertretungen der einzelnen Fächer. In den Fachschaften unterstützen wir euch im Studienalltag, organisieren die Orientierungswochen oder Parties und sind ansprechbar, wenn ihr Fragen zu eurem Studium habt. Im uFaFo kümmern wir uns vor allem um das, was fächerübergreifend passiert: Wir arbeiten im Studierendenparlament und in den Ausschüssen mit, organisieren Projekte und Proteste. Je nach Mehrheitsverhältnissen arbeiten wir im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) mit.

Für die Versäumnisse des jetzigen AStA sind wir aber nicht verantwortlich. Auch in Zukunft wird eine AStA-Bildung mit anderen Hochschulgruppen nur möglich sein, wenn diese ihre Parteiinteressen hintenanstellen und die Interessen der Studierenden wieder in den Mittelpunkt rücken.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten: Zwölf, die es ernst meinen

Warum wir nicht wie die anderen sind

Im Gegensatz zu nahezu allen anderen antretenden Listen sind wir parteiunabhängig, werden also nicht von einer Partei finanziert, müssen aber dafür auch nicht deren Interessen durchsetzen. Uns geht es einzig um das, was für uns Studierende gut ist, nicht um Parteipolitik. Parteikarrieristen haben unserer Meinung nach in der studentischen Interessenvertretung nichts zu suchen!

Was wir geleistet haben

Im Studierendenparlament, in Fachschaften, bei Demos und in Gremien haben wir uns für bessere Studien- und faire Arbeitsbedingungen, den Erhalt preiswerten Wohnraums, die Belange ausländischer Studierender, den Erhalt unseres Semestertickets, gegen Studiengebühren und für mehr Demokratie und studentische Mitbestimmung an der Uni eingesetzt.

Wir haben im vergangenen Jahr das NRW-Semesterticket eingeführt. Im Rahmen des Bildungsstreiks haben wir es erreicht, dass die Kultusministerkonferenz empfohlen hat, Anwesenheitspflichen einzuschränken, und dass auf studentische Initiative der Senat der Uni Münster die Anwesenheitspflicht weitgehend abgeschafft hat. Bereits seit einigen Jahren haben wir im Studierendenparlament dafür gekämpft, dass die Bezahlung der studentischen AStA-Aushilfen erhöht wird – als Signal für eine bessere Bezahlung aller studentischen Hilfskräfte an der Uni.

Wir haben das StudiPC-Projekt organisiert, das es Studierenden ermöglicht, im Rahmen einer Sammelbestellung Computer zum halben Preis zu erwerben. Wir haben ein kostenfreies Betriebssystem entwickelt, das optimal auf den Studienalltag zugeschnitten ist: WWUmint gibt es zum Download auf unserer Homepage und auf DVD. Wir haben die Kampagne „10 Bücher, die Sie statt Sarrazins lesen sollten“ gestartet und damit ein Signal gegen fremdenfeindliche Ressentiments gesetzt. Wir haben mit der Kampagne „Kauf‘ den Rüttgers“ die Käuflichkeit von Politikern angeprangert.

Was wir vorhaben

Wir werden das derzeitige Semesterticket-Chaos beenden und sicherstellen, dass es weiterhin das günstige Studi-Ticket geben wird. Wir werden uns für eine Urabstimmung einsetzen, damit ihr selbst entscheiden könnt, wieviel ihr für das Semesterticket zahlen wollt und ob die NRW-Erweiterung beibehalten werden soll. Derzeit starten wir den zweiten Durchlauf der StudiPC-Sammelbestellung und veranstalten demnächst eine WWUmint-Installationsparty. Außerdem wollen wir für ein freies W-LAN in Studi-Wohnheimen sorgen. Die Abschaffung der Studiengebühren wollen die LandespolitikerInnen vielleicht noch auf die lange Bank schieben. Wir kämpfen weiter dafür, dass die Uni Münster mit gutem Beispiel vorangeht und endlich die Studiengebühren wieder abschafft – denn das könnte sie jederzeit tun. Außerdem wehren wir uns gegen die geplante, mit einem Funk-Chip ausgestattete Studi-Card und damit gegen die vollständige Überwachung der Studierenden. Und: Wir werden zeigen, dass studentische Interessenvertretung richtig Spaß machen kann.

Nicht nur Krawall, aber auch!

Wir Studierenden sind in vielen Gremien der Universität vertreten. Dort können wir mitbestimmen und unsere Ideen und Forderungen einbringen. Die Organe der verfassten Studierendenschaft, also Studierendenparlament, Fachschaften und AStA, bieten uns ein Sprachrohr.

Allerdings sind unsere Einflussmöglichkeiten trotzdem beschränkt. Was das Studierendenparlament sagt, interessiert oft niemanden. Und im Senat, dem höchsten Gremium der Uni, können die vier Studierenden kaum etwas gegen die zwölf Professor/inn/en ausrichten, die ihnen gegenüber sitzen. Wenn der Senat  z.B. über die Einführung von Studiengebühren abstimmt, fallen die vier studentischen Stimmen kaum ins Gewicht. Im Hochschulrat ist erst gar kein/e Student/in vertreten, dafür aber u.a. der Pleiteunternehmer Thomas Middelhoff.

Wenn aber vor den Türen des Senats hunderte Studierende stehen und lauthals ihre Interessen kundtun, merken die Professor/inn/en zumindest, dass die Studierendenschaft ihnen zahlenmäßig überlegen ist und dass die Meinung der Studierenden mehr zählen sollte als vier Stimmen. Demonstrationen, Proteste, Widerstand und Krawall sind wichtig, weil die uns zugewiesenen Mitbestimmungsmöglichkeiten oft nicht ausreichen und Studierende regelmäßig übergangen werden, wenn’s bequemer ist. Das uFaFo ist deshalb nicht nur in Gremiensitzungen anzutreffen, sondern auch auf Demos und bei Protesten. Natürlich waren und sind wir deshalb auch beim bundesweiten Bildungsstreik dabei.

Dass unsere Einstellung „Nicht nur Krawall, aber auch!“ sinnvoll ist, zeigt der jüngste Erfolg von unserem Spitzenkandidaten Jörg: Weil die Uni-Leitung die Öffentlichkeit bei der Wahl des Hochschulrats im Senat ausgeschlossen hatte, demonstrierte er gemeinsam mit anderen Studierenden vor den Türen des Senats. Um der Forderung nach dem Recht auf Mitbestimmung – oder zumindest Anwesenheit – Nachdruck zu verleihen, verklagte er die Universität. Zwei Jahre zog sich die juristische Auseinandersetzung hin, und obwohl Jörg in erster Instanz unterlegen war und selbst wegen seines Protests von Rektorin Nelles vor den Kadi gezogen wurde, blieb er am Ball und ließ sich nicht einschüchtern. Hartnäckig kämpfte er weiter für die Rechte der Studierenden. Und siehe da – die Richter stimmten ihm schlussendlich zu: Der Hochschulrat muss in einer öffentlichen Sitzung gewählt werden. Das ändert natürlich nichts an unserer grundsätzlichen Forderung: Hochschulräte abschaffen, studentische Mitbestimmung stärken!

Erfahrungen wie diese zeigen: Wenn wir all unsere Möglichkeiten ausschöpfen, können wir etwas verändern!

Darum:

29.11. – 3.12.2010 Liste 8/uFaFo wählen!

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