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04Nov2010

WWUmint released

von ufafo.ms in Freie Software

Nach einer längeren Testphase haben wir heute die 64-Bit-Variante zum Download bereitgestellt. Sie ist für alle modernen Computer mit Prozessoren ab Intel Core2 oder AMD Athlon64 geeignet. Auch für 32-Bit-Computer wird WWUmint in Kürze verfügbar sein.

Eine solide Basis

WWUmint 1/2010 basiert auf Linux Mint (daher der Name), das wiederum auf Ubuntu basiert. Wir haben uns für Linux Mint 9 LTS als Basis entschieden, weil es bereits eine gute Softwareauswahl sowie eine solide Grundkonfiguration mitbringt und drei Jahre lang mit Updates versorgt wird. Es ist also nicht nötig, jährlich auf eine neue Version umzusteigen. Um Ubuntu hat sich eine große Community gebildet, die auf ihrer deutschsprachigen Website www.ubuntuusers.de ausführliche Unterstützung bei allen erdenklichen Fragen bietet – wegen der gemeinsamen Softwarebasis lassen sich die Hinweise meist 1 zu 1 auf WWUmint übertragen.

Das macht WWUmint aus:

Wir haben einige Anpassungen vorgenommen, damit WWUmint perfekt zum Studienalltag passt. Es genügt, die eigenen Uni-Zugangsdaten einzutippen, und schon sind alle Angebote der Uni vorkonfiguriert und sofort nutzbar. Außerdem enthält WWUmint die wichtigsten Programme zum wissenschaftlichen Rechnen.

WWUmint läuft direkt von der DVD – auch ohne Installation auf die Festplatte – und lässt sich ganz einfach ausprobieren. Auch die Installation ist ganz einfach: Nach ein paar Mausklicks, etwas Wartezeit und die Eingabe der Uni-Zugangsdaten ist das System startklar.

Ausführliche Installationsanleitung (PDF | 1 MB)

Download und DVD

WWUmint ist als ISO-Image verfügbar, das auf einen DVD-Rohling gebrannt oder auf einen USB-Speicherstick übertragen werden muss. Wegen der Größe von 3,6 GB kann der Download auch bei einem schnellen DSL-Anschluss mehrere Stunden dauern.

Ab der übernächsten Woche werden wir WWUmint auch auf DVD anbieten. Außerdem wird jeder StudiPC-Computer mit einer WWUmint-DVD ausgeliefert.

WWUmint verteilen wir kostenfrei. Weil die Produktion der DVDs teuer ist und weil wir – im Gegensatz zu den meisten anderen Hochschulgruppen – parteiunabhängig sind und deshalb keine finanzielle Unterstützung einer Mutterpartei erhalten, sind wir auf Spenden angewiesen. Es wäre also schön, wenn Nutzerinnen und Nutzer bereit wären, einen kleinen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Jeder Cent, der über die DVD-Produktionskosten hinaus reinkommt, geht an Linux Mint, das die Basis für WWUmint bildet.

Kto.-Inhaber: uFaFo Uni Münster
Kto.-Nr.: 498113
BLZ: 40050150 (Sparkasse Münsterland Ost)
Verwendungszweck: SPENDE WWUmint

Mitmachen

Für jede Unterstützung bei der Weiterentwicklung sind wir dankbar. Dabei hilft es schon, wenn wir von Fehlern erfahren oder jemand eine Idee mitteilt, wie WWUmint noch hübscher, kompletter, toller u.s.w. werden könnte. Fachkundige Programmierer/innen sind natürlich ebenso willkommen.

Rückmeldungen bitte an wwumint(at)ufafo(dot)ms

15 Kommentare zu WWUmint released

ileymicha

5. November 2010 um 12:56 Uhr

klingt nach einer richtig guten sache, bin gespannt auf das ding. können auch nicht-studis damit was anfangen?

Jochen Hesping

5. November 2010 um 16:01 Uhr

wwumint ist schon sehr speziell auf die uni münster zugeschnitten und man benötigt eine nutzerkennung der uni, um alle funktionen nutzen zu können. eine solche nutzerkennung haben alle uniangehörigen, also nicht nur alle studis, sondern auch die doktoranden und mitarbeiter.

für alle anderen empfehle ich linux mint.

Edo Schmidt

6. November 2010 um 12:35 Uhr

Liebe Leute!
Erstmal Herzlichen Glückwunsch zu Eurer Arbeit! Freie Software ist eine gute Sache, auch wenn ich sie mit meinen dilettantischen Computerkenntnissen nicht zu nutzen weiß. Allerdings ist mir der Name aufgestoßen. Ist nicht so schlimm, aber ich will wenigstens drauf hinweisen:

WWU ist der Name unserer Universität: Westfälische Wilhelms Universität. Aber dieser Name ist umstritten und zu skandalträchtig, dass sich studentische Intiativen darauf beziehen sollten.
Vor einigen Jahren gab es eine Umbenennungskommission der Uni, da es Kritik an diesem Namen gab, war doch Wilhelm II., auf den der Name zurückgeht, zumindest während seiner letzten Phase im Exil, wahrscheinlich auch schon vorher, durch seine antijüdischen Sprüche aufgefallen. Er schlug vor, die Juden zu vernichten. „Am besten wäre Gas!“ soll er diesbezüglich gesagt haben, so der britische Historiker C.G. Röhl.

Stellt Euch vor, dass die Umbenennungskommission diesen untragbaren Namen allein deshalb nicht wegbekam, weil sie sich auf keinen gemeinsamen Alternativvorschlag einigen konnte. Es wurde sich künstlich über einen nicht so ernstgemeinten Vorschlag von Seiten einiger Studierender aufgeregt, die Uni doch in Ulrike-Meinhof-Universität umzubenennen. Dies reichte damals vielen als Vorwand, die Umbenennung nicht weiterzuverfolgen. Und die Studierenden hatten sozusagen den Schwarzen Peter. Soweit, so platt!

Der aussichtsreichste Vorschlag lautete Westfälische Universität Münster, andere wollten Annette von Droste-Hülshoff die Ehre zuteil werden lassen, als Namenspatronin unserer Alma Mater weltweit zu firmieren. Die Abkürzung im ersten Fall würde WUM gelautet haben, einfach umwerfend! Letzterer Vorschlag war abkürzungsmäßig einfach nicht zu bewerkstelligen – versucht es mal: AvDH-Universität Münster oder einfach Annette-Uni?

Schließlich ist es meines Wissens die Inititative der Namensumbenennung am Geld gescheitert. Die Uni – vor allem die Profs – wollten sich nicht von diesem Antisemiten und Weltkriegskaiser der Deutschen als Namensgeber trennen, da ja der Name nur die Tradition vermittle, und keine politischen Inhalte. (?) Und hierfür lohne es sich nicht, das Briefpapier und alle Schilder usw. erneuern zu lassen. Ich verwende übrigens immer den unverdächtigen Namen Universität Münster. Und ich hörte von einigen fortschrittlichen Universitätsangehörigen, das sie dies ebenso tun. Denn ich finde es empörend, eine schlimme Tradition aufrecht zu erhalten, die in ganz Europa und auch anderswo vielen Menschen das Leben und vieles mehr gekostet hat. Schließlich geht es UMS Ganze!

eat

6. November 2010 um 12:39 Uhr

Hab mir die Live-DVD schon angeguckt und bin begeistert! Werd ich mir demnächst installieren! Da zeigt sich die Stärke von Linux 😉

Torben Bülter

6. November 2010 um 19:36 Uhr

Hi Edo!

Danke für die Glückwünsche!!!

Die Namensgebung ist sicherlich ein wichtiges Thema und ich finde auch, dass WUMnix wesentlicher schöner gewesen wäre als WWUmint. Das Kind brauchte aber nun mal einen Namen und WWUmint war relativ naheliegend…

Trotzdem habe ich mir auch einige Gedanken gemacht und versucht in alter GNU Tradition ein rekursives Akronym zu basteln…

WWU: WWU Wird Untergehen
WWU: WWU Wird Umbenannt
WWU: WWU Wie Unglaublich
WWU: WWU Wie Ungewöhnlich
WWU: WWU World Union
WWU: WWU Wild Unix
usw…

Leider ist es mir nicht wirklich gelungen, wie man lesen kann 🙂
(WWmUhMint fand ich übrigens auch nett, wegen der Kuh, aber naja…)

Für Ideen bin ich immer offen und eines ist klar: Ich hab noch keine Ahnung für was das WWU in WWUmint steht, aber es steht definitiv nicht für Westfälische Wilhelms Universität – versprochen!

Marcl

8. November 2010 um 09:35 Uhr

Teste nun die 64 bit version…warte jedoch auch sehnsüchtig auf die 32er…
weiß jemand wann genau der release ist?

Torben Bülter

8. November 2010 um 13:57 Uhr

Hi Marcl! Schön so was zu lesen, denn das motiviert ungemein 🙂
Wahrscheinlich setze ich mich heute Abend noch mal ran und lade das Ganze spätestens Donnerstag hoch. Also: Die 32 Bit Variante wird definitiv spätestens Donnerstag Nachmittag verfügbar sein 🙂

Marcl

9. November 2010 um 15:52 Uhr

Cool Cool…freu mich drauf…
Hmm..die 64 bit version läufft soweit gut…
Hab nur „Probs“ mit der GraKA..Nvidia Geforce 8600 GT…2 Treiebr zur Auswahl…der der gerad läufft lässt Compiz nicht funktionieren…Stelle ich um, und mach reboot..will er nich starten und sagt ich solls wieder umstellen auf den anderen treiber..hmm:(..
vll find ich ja ne Lösung..
oder weiß jemand zufällig eine einfache Lösung…
Besten dank schon mal..
Bin trotzdem begeistert..:)

Torben Bülter

11. November 2010 um 02:28 Uhr

Hi!

Ich werde es wohl zu morgen doch nicht schaffen, mit der 32er (musste kurzfristig arbeiten… :() Dafür aber dann am Wochenende. Um Dich bis dahin zu vertrösten:

Versuch mal den proprietären Treiber direkt von der Seite: http://www.nvidia.de/object/linux-display-amd64-260.19.12-driver-de.html

Lass mal hören, ob’s funktioniert hat 🙂

Bis dann!
Torben

Marcl

13. November 2010 um 14:04 Uhr

Teste es später..gerad nicht zuhause…zur zeit nur 32 bit rechner hier:)..freu mich schon…
schönes wochenende

Marcel

15. November 2010 um 14:44 Uhr

Hmm…wann kommte de denn nun, die 32 bit version^^…hab bock auf „neues“ OS^^

Jochen Hesping

16. November 2010 um 22:12 Uhr

hi marcel, es wird noch ein wenig dauern. inzwischen ist linux mint 10 erschienen, das du dir ja übergangsweise mal ansehen kannst: Linux Mint 10 “Julia” released!

Torben Bülter

18. November 2010 um 00:12 Uhr

Apropos Linux: Supercomputer-Top-500 – Linux schlägt Windows: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,729131,00.html

tobi

21. November 2010 um 13:24 Uhr

Ich hab einen recht gravierenden Fehler gefunden: Versucht man nach dem installieren seine wwu nutzerkennung mit den Passwörtern einzugeben kommt ein Syntaxfehler, wenn man eine Klammer in seinem Passwort hat!!

Es kam ein Syntaxfehler im Terminal (wwumint per Terminal gestartet): Syntax error… ‚)‘ expected….

Nach Ändern des Passwortes wars kein Problem mehr!

Jochen Hesping

30. November 2010 um 11:33 Uhr

hallo tobi, vielen dank für deine rückmeldung! der fehler wird korrigiert und die neue version des wwumint-konfigurators automatisch per online-update verteilt.

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