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01Dez2010

Einflussmöglichkeiten nutzen!

von ufafo.ms in Wahlen

Bianca Hüsing kandidiert beim uFaFo auf Listenplatz 2. Sie ist im Fachschaftsrat Philosophie und im Bildungsstreik engagiert. Außerdem hat sie Unterschriften für die Iranerin Sakineh gesammelt und per Post an den Ayatollah geschickt. Eines ihrer Schwerpunktthemen ist die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Warum sie es wichtig findet, sich aktiv in die Hochschulpolitik einzubringen, warum sie am uFaFo besonders die Parteiunabhängigkeit schätzt und warum der Bildungsstreik richtig ist, erklärt sie hier:

„Oft hört man Leute fragen, ob Hochschulpolitik nicht etwas völlig überflüssiges sei. Die geringe Wahlbeteiligung in den letzten Jahren deutet darauf hin, dass sogar Studierende selbst diesen Eindruck haben. Ich glaube das nicht. Stellt euch vor, es gebe keine Fachschaften, kein StuPa, keinen AStA und keine ASV. Stellt euch vor, ihr habt keinen Cent in der Tasche und ihr habt ein Kind. Stellt euch vor, ihr habt einen Chef, der euch nicht bezahlt und euch täglich beschimpft. Stellt euch außerdem vor, ihr kommt aus dem Ausland und kennt niemanden, der eure Sprache spricht. An wen würdet ihr euch wenden? An die Univerwaltung? An das Studierendensekretariat, das mit anderen Aufgaben völlig ausgelastet ist? Wer würde im Senat die Stimme der Studierenden sein, wenn beispielsweise über die Einführung von Studiengebühren abgestimmt wird? Dieses Szenario kann sich niemand ernsthaft herbeisehnen. Ich jedenfalls will die – wenngleich viel zu geringen – Einflussmöglichkeiten nicht ignorieren und habe mich im letzten Jahr entschieden, Hochschulpolitik zu machen.

In erster Linie sah ich im Fachschaftsrat die Möglichkeit, Einfluss auf Entscheidungen nehmen zu können, die uns Studierende nicht unwesentlich betreffen. Die Mitarbeit in hochschulpolitischen Gremien bedeutet, Demokratie direkt zu erfahren und an wichtigen Prozessen Teil zu haben. Um es plastischer zu machen: Wenn ich in meinem Institut die Chance habe, an der Auswahl von Professoren beteiligt zu sein oder bei der Vergabe von Geldern ein Votum abzugeben, sollte ich sie wahrnehmen. Hinzu kommt das Beratungsangebot für Studierende, denen es sehr helfen kann, ihre Probleme von Studi zu Studi zu besprechen. Gerade für Erstsemester ist die Stundenplangestaltung oft ein Buch mit sieben Siegeln und wenn ich damals niemanden hätte fragen können, hätte ich sicher Schwierigkeiten gehabt.

Warum uFaFo?

Nach den durchweg positiven Erfahrungen im Fachschaftsrat (wo ich weiterhin mitarbeiten werde) möchte ich eine Stufe weiter gehen und die Interessen von Studierenden im Parlament vertreten. Das uFaFo war für mich von vorherein die einzige Liste, der ich mich anschließen wollte. Das liegt vor allem am „u“: Das uFafo ist parteiunabhängig und bekommt somit weder Geld noch Ratschläge oder gar Druck von irgendeiner Partei. Außerdem hat mir sehr imponiert, dass viele Mitglieder dieser Liste so viel Zeit und Kraft in den Bildungsstreik investiert haben. Das hat sie im letzten Jahr leider davon abgehalten, einen ordentlichen Wahlkampf zu machen. Aber genau das ist es, was das uFaFo auszeichnet: Unsere Mitglieder sind vielfältig engagiert, so ist Jörg bei Mehr Demokratie e.V., Jochen bei „Ärzte ohne Grenzen“, Patrick in der Linksjugend, Jewgenij bei Amnesty, Rada bei den kritischen JuristInnen und vieles mehr. Außerdem haben viele von uns den Bildungsstreik tatkräftig unterstützt. Auf diese Weise kommt natürlich einiges an Informationen auf unsere nahezu täglich aktualisierte Homepage und wir arbeiten das ganze Jahr über, statt nur im Wahlkampf kurz ein Lächeln in die Kamera zu werfen.

Bildungsstreik – Anspruch und Wirklichkeit

Leider versucht so manche Liste, den Bildungsstreik zu okkupieren. Sie behaupten, ihn unterstützt zu haben, was ich für eine riesige Frechheit halte. Das Gegenteil war leider bei vielen der Fall. Im vergangenen AStA wurden Bildungsstreik-Aktive von Einzelpersonen verspottet (ich habe es mit eigenen Ohren gehört), es herrschte ein derart unangenehmes Klima, dass viele von ihnen das Gebäude, in dem eigentlich Studierendeninteressen vertreten werden, lieber mieden. Außerdem ist der Bildungsstreikantrag im Stupa von gewissen Listen, die die Mehrheit gestellt haben, radikal gekürzt worden, so dass wesentliche Posten z.B. für die Unterstützung der SchülerInnen und Schüler einfach weggefallen sind. Dass man sich jetzt künstlich gegen den Bildungsstreik wendet, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten und zeigt, dass manche ihr Fähnlein immer mit dem aktuellen Wind schwenken.

Wenn ihr engagierte Leute, die sogar aus der Opposition heraus Projekte für euch (Studi-PC, WWUmint usw.) starten, im StuPa haben wollt und wenn ihr wollt, dass diese Leute mehr Einflussmöglichkeiten haben und so noch mehr erreichen können: Wählt das unabhängige Fachschaftenforum.“

1 Kommentar zu Einflussmöglichkeiten nutzen!

  Zwölf, die es ernst meinen by www.ufafo.ms

1. Dezember 2010 um 17:49 Uhr

[…] 2. Bianca Hüsing […]

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