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15Mrz2011

Juso-HSG und Campusgrün planen “McKinsey-AStA”

von ufafo.ms in Allgemeines, Wahlen

Das unabhängige Fachschaftenforum (uFaFo) sieht in der gestern stattgefundenen Wahl eines neuen AStA-Vorsitzenden keinen Gewinn für die Studierendenschaft der Uni Münster. Es sei zwar gut, dass der alte untätige AStA abgewählt sei, vom nun gewählten neuen AStA sei jedoch keine wirkliche Veränderung zum Guten zu erwarten. Im Gegenteil: die von Juso-HSG und Campusgrün geplante neue AStA-Struktur, die Zusammenlegung von Referaten und das Ausschreiben von zeitlich befristeten Stellen könnte die Entpolitisierung der Studierendenschaft weiter vorantreiben.

Verlorene Monate

Das uFaFo stellt fest: obwohl der AStA der Uni Münster 20 Referentinnen und Referenten umfasste und einen Haushalt von mehreren hundertausend Euro für politische Projekte zur Verfügung hatte, wird man auf der Suche nach Informationen über dessen Arbeit – vor allem im Zeitraum der vergangenen drei Monate – kaum fündig. Kaum Veranstaltungen, keine Publikationen, im AStA-Gebäude ist kaum ein AStA-Referent/ eine AStA-Referentin anwesend und für Studierende ansprechbar. Zahlreiche bildungspolitische, aber auch lokalpolitische und überregionale Themen wurden vom AStA gar nicht erst bearbeitet; ganz so, als ob die Studierenden dazu keine Meinung hätten. Das Drama droht weiterzugehen: der AStA hat es bis heute noch nicht geschafft, darüber zu berichten, dass er einen neuen Vorsitzenden hat und wie er heißt.

Vergleicht man den vergangenen AStA mit einer Fußballmannschaft, so hatte diese in den letzten drei Monaten nach der Wahl des Studierendenparlaments nur drei Spieler auf dem Platz und der Trainer ist schon längst vorzeitig in Urlaub geflogen. Diese drei Spieler sind durch die Wahl lediglich in ihren Positionen ausgetauscht worden.

Die „neue Struktur“ ohne Inhalt: der McKinsey „AStA“

Was den Parlamentarierinnen und Parlamentariern gestern präsentiert wurde, erinnert an ein Seminar von McKinsey zur Entschlackung eines „ineffizienten Unternehmens“: von den gegenwärtig 13 Referaten sollen nur noch sechs übrig bleiben und statt dessen „Projektstellen“ outgesourct werden. Die durchschnittliche Arbeitszeit eines Referenten/Referentin soll auf 40 Stunden pro Referatsstelle auf 25 Stunden pro Woche, die Aufwandsentschädigung von knapp 600 auf 400 Euro monatlich gekürzt werden. Campusgrün und Juso-HSG wollen durchsetzen, was RCDS und LSI seit langem fordern. Dementsprechend laut war der Applaus der Liberalkonservativen im Parlament.

Schon jetzt ist es möglich, wenn nötig, Projektstellen einzurichten und Studierende durch Arbeitskreise miteinzubeziehen. Das Problem besteht darin, dass die AStA-Koalition die Studierenden weder dazu motiviert hat, noch attraktive Projekte angeboten hätte. Dementsprechend offenbart die neue Struktur eher die Ideenlosigkeit einer Koalition, die sich nur noch durch das Kastrieren der Referate zu helfen weiß.

5 Kommentare zu Juso-HSG und Campusgrün planen “McKinsey-AStA”

Horst

15. März 2011 um 14:29 Uhr

Kann man aus diesem Text schließen, dass das ufafo statt zeitlich befristeter Ämter, Versorgungsstellen auf Lebenszeit vorschlägt?
Tritt das ufafo für die Konservierung tradierter Strukturen ein?

Neuer AStA startet mit neuem Konzept « Münsteraner Uni-Piraten

15. März 2011 um 15:39 Uhr

[...] Juso-HSG und Campusgrün planen “McKinsey-AStA” (Homepage uFaFo) [...]

  Rechnungsergebnis verdeutlicht: AStA gescheitert by www.ufafo.ms

23. Februar 2012 um 15:50 Uhr

[...] angepriesen Strukturkonzept ist gescheitert. Das uFaFo kritisierte dies seit Bestehen als McKinsey – Modell und in der Tat hat es die Entpolitisierung der Studierendenschaft [...]

  Die Hochschulpolitik und die Macht der Dummheit by www.ufafo.ms

1. Juni 2012 um 20:19 Uhr

[...] Stark erinnert diese These Grimms an die grün-rote AStA-Koalition, die im vergangenen Jahr das Projektstellenmodell eingeführt hat und in diesem Jahr erneut zum Mittel der Umstrukturierung greift, um ihre Reform zu [...]

  Projektstellen: Hierarchisch – Prekär – Intransparent by www.ufafo.ms

29. August 2012 um 14:24 Uhr

[...] sich an dieser Stelle schon desöfteren zum neuen Projektstellenmodell des AStA geäußert. Siehe: McKinsey AStA, AStA zwischen Planlosigkeit und hohlen Phrasen Aus Anlass der fristlosen Absetzung einer laufenden [...]

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