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05Mai2011

Bildungsstreik kritisiert „Gipfel gegen Eisberg“ – Zweiter Akt der Schavan-Show

von ufafo.ms in Bildungsproteste, Studienbedingungen

Studierende aus verschiedenen Bündnissen entlarven auch den zweiten Bologna-Gipfel als dreiste „Schavan-Show“ ohne Sinn und Inhalt. Der Gipfel, so die Studierenden, ist weder paritätisch besetzt noch transparent und demokratisch vorbereitet worden. Er reiht sich ein in die wirkungslose Symbolpolitik der Vergangenheit. Die Politik inszeniert einen Gipfel und übersieht den Eisberg der Bildungskatastrophe, der bei solcher Tatenlosigkeit auf die Hochschulen zukommt.

„Dieser Gipfel ohne konkrete Handlungsanweisungen und ohne direkte Folgen ist ein einsamer Hilfeschrei einer Ministerin“, kommentiert Hannah Eberle – Aktive aus Berlin – Frau Schavans plakative Ideen ohne Ereignischarakter.

Bereits die erste „Schavan-Show“ vor einem Jahr hatten Studierende des Bildungsstreiks scharf kritisiert. Mehrere Aktivisten hatten die Veranstaltung damals vorzeitig verlassen. Zurecht, wie sich herausstellte, denn die Ohnmacht aller Hochschulangehörigen blieb angesichts von Herausforderungen wie weiter ansteigendem Leistungsdruck, hohem Bürokratisierungsgrad nach Bologna, massiver Unterfinanzierung der Hochschulen und fehlenden Studienplätzen bis zum heutigen Tag bestehen (siehe nachdenkseiten.de zur Zweiten Bologna-Konferenz).

„Statt sich wie versprochen der Masterproblematik zu widmen, hat Frau Schavan die Probleme im vergangenen Jahr ruhen lassen und sich selbst von ihrer Tatenlosigkeit durch die Aussetzung der Wehrpflicht überrollen lassen. Die Hochschulen werden platzen und alle Verantwortlichen haben nichts besseres zu tun, als Zulassungs- und vor allem Zugangshürden einzubauen“, erklärt Frederik Köhler aus Darmstadt.

Die Kritik des vergangenen Jahres kann heute nahezu ohne Veränderung wieder angebracht, eher sogar verschärft werden. Während vergangenes Jahr eine Liveübertragung ermöglicht wurde, ist der Gipfel dieses Jahr noch intransparenter gestaltet. Es sprechen nur drei Studierende – trotz einer sich verlängernden Liste an Problemen – und die Themensetzung ist weiter skandalös. 70 % der Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten gehen, doch Workload, Regelstudienzeit und ein unflexibler Studienalltag bleiben Realität.

Die Studierenden rufen der Politik zu: „Wir wollen keinen Gipfel, sondern dass die Weichen in der Bildungspolitik so gestellt werden, dass wir dem Eisberg ausweichen, den Nebel endlich verlassen und Schritte unternehmen, welche allen Menschen an Bord Zukunft durch Bildung verschaffen, anstatt Hunderttausende über Bord zu werfen.“

1 Kommentar zu Bildungsstreik kritisiert „Gipfel gegen Eisberg“ – Zweiter Akt der Schavan-Show

Beliver

2. September 2011 um 00:25 Uhr

Verfehlte Bologna-Reform. Mobilitätsverlust bei den Studierenden. Auslandsbesuche der Studierenden brechen ein. FAZ fragt: „Wie oft will Frau Schavan sich noch irren?“
http://fazjob.net/ratgeber_und_service/karriere_im_ausland/faz_archiv/?em_cnt=119830

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