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30Mai2011

Studentischen Einfluss stärken: Fachschaftler in den Senat und die Fachbereichsräte wählen!

von ufafo.ms in Wahlen

Bis zum 22. Juni können wir Studierende wieder unsere Vertreter/innen in die akademischen Gremien Senat und Fachbereichsräte wählen. Die Briefwahlunterlagen sollten inzwichen bei allen Studierenden angekommen sein. Unterstützt die antretenden Studierenden mit eurer Stimme!

An der Philosophischen Fakultät tritt dieses Jahr erstmalig die Bunte Liste an, auf der auch einige uFaFo-Mitglieder kandidieren. Wir wollen erreichen, dass studentische Anliegen und Beschlüsse der Studierendenschaft nicht mehr zwischen den Gremien hin und her geschoben werden, sondern bei den Zuständigen ankommen und Veränderungen durchgesetzt werden. So ist es einer Initiative von Jörg Rostek zu verdanken, dass die Anwesenheitspflicht laut Senatsbeschluss weitgehend abgeschafft wurde, doch hapert es noch immer in vielen Fällen an der Umsetzung. Wie wichtig es ist, die gegebenen Einflussmöglichkeiten zu nutzen, sehen wir an der Verschleppung des Bundeswehr-kritischen SP-Beschlusses,  der wegen der Untätigkeit der derzeitig amtierenden  studentischen Senator/inn/en noch immer nicht vom Senat nachvollzogen wurde (siehe SP-Resolution „Bundeswehr auf universitärem Gelände“ soll vom Senat behandelt und beschlossen werden).

Auf der Bunten Liste kandidieren Bianca Hüsing, Jonas Dessouky, Olaf Götze, Jewgenij Arefiev, Micha Greif, Jörg Rostek, Esra Onus, Richard Dietrich, Wolf Gerr, Marko Farwick und Robert Below.

Das amtliche Wahlergebnis wird am 28. Juni um ca. 15 Uhr auf der Uni-Homepage bekanntgegeben werden. senatswahl uni münster

21 Kommentare zu Studentischen Einfluss stärken: Fachschaftler in den Senat und die Fachbereichsräte wählen!

Schlaufuchs

31. Mai 2011 um 00:23 Uhr

kein Kommentar zur offensichtlichen unfähigkeit des uFaFo:

Wahlordnung für den Senat vom 25. April 2002
unter Berücksichtigung der Änderungsordnungen vom 11. Februar 2004 (AB Uni 2004/2), 13. März 2006 (AB Uni 2006/3), 12. Februar 2007 (AB Uni 2007/6) und vom 24. April 2008
(…)
§ 14 Wahlvorschläge
(…)
(2) Wahlvorschläge für die Gruppe der Hochschullehrerinnen/Hochschullehrer, die Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und die Gruppe der Studierenden dürfen je Vorschlag höchstens neun Kandidatinnen/Kandidaten umfassen. Wahlvorschläge für die Gruppe der weiteren Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter dürfen je Vorschlag höchstens sechsunddreißig Kandidatinnen/Kandidaten umfassen.

paTTY

31. Mai 2011 um 10:18 Uhr

hehe ja das hab ich mich doch auch direkt gefragt…

Ein funktionierender Juso

31. Mai 2011 um 12:56 Uhr

„Bunte Liste“ – sorry aber da kommt mir gleich wieder der „Team Somalia AStA“ vor der jusoistischen Restauration in den Sinn. „Ufafo – failed party?“ könnte der Titel einer politikwissenschaftlichen Bachelorarbeit lauten…

Club der toten Anti-ERGOnauten

31. Mai 2011 um 13:04 Uhr

Die Idee, eine bunte Liste aufzustellen, finden wir nicht schlecht. Allerdings dürfen nur die Studierenden des Wahlkreises III mitwählen. Bedauerlicherweise sind das nicht die grösseren Fachbereiche. Schade drum.

Jörg Rostek

31. Mai 2011 um 13:30 Uhr

Wir haben hier die Wahl der studentischen Senatoren der Uni Münster und ihr interessiert euch für die Anzahl der Kandidaten? Gibt ja nichts sonst nichts Wichtigeres, ne.

Alter Sack

31. Mai 2011 um 14:46 Uhr

Die Frage ist, welche Wähler ihr mobilisieren wollt. Der Namenswechsel ist ja schonmal nicht schlecht, ansonsten kann man allerdings wohl festhalten, das euch die Wählerschicht langsam aber sicher „wegstirbt“. Die Leute, die noch einen Olaf Götze oder Jörg Rostek kennen, sind inzwischen in Lohn und Brot und eben nicht mehr an der Uni Münster, was man an den stetig sinkenden Stimmen bei den StuPa-Wahlen sehen kann. (578 -> 348, ca. 45% Verlust) Und vor dem Hintergrund des Stimmungshochs für die Grünen, wird es wohl verdammt schwierig, gegen die grünen Kandidaten anzustinken.

Ich frage mich wirklich, wann das ufafo sich auflöst und die bisherigen Mitglieder sich mal auf ihr Studium konzentrieren.

Jurist

31. Mai 2011 um 15:21 Uhr

Und WENN ihr was gewinnt, wird die Wahl sowieso angefochten.
Nicht gerade rosige Aussichten…

Buddy Holly

31. Mai 2011 um 17:13 Uhr

Lieber Jörg,

natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass Inhalte vor Köpfen gehen. Allerdings vermisse ich diese ebenso wie überzeugende Köpfe auf eurer Liste.

Außerdem ist die Frage nach der Anzahl der KnadidatInnen keinesfalls nebensächlich. Denn mal abgesehen davon, dass man das durchaus als Wahlbetrug deuten kann, denn auf diese Weise verschafft ihr euch ja einen Vorteil gegenüber anderen Listen stellt sich mir die Frage ob ich einer Liste zutraue gute Arbeit im Senat zu leisten, die noch nicht einmal in der Lage ist, die Regularien für die Wahl zu beachten!

Jörg Rostek

31. Mai 2011 um 17:45 Uhr

Die Bunte Liste ist keinesfalls mit dem uFaFo gleichzusetzen oder auf wenige Personen zu reduzieren. Von „Namensänderung“ kann keine Rede sein. Die Bunte Liste ist eine neue Gruppe mit wirklich guten Kandidatinnen und Kandidaten, die mit frischem Elan in den Senat einziehen wollen und ich freue mich darüber, ihnen dabei zu helfen. Dann wird nämlich eine Liste in den Senat einzieht, die nach der Wahl eben nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt, sondern ZUSAMMENHÄLT, sich austauscht und ein offenes Ohr für die Studierenden hat.

Ein offenes Ohr hatte auch Kristina Füchtjohann, die für die Wahllisten des Senates und der Fachbereichsräte zuständig ist. Sie hat mir versichert, dass die Anzahl der KandidatInnen bei der Senatswahl nicht beschränkt ist. Wäre dies so, hätte die Bunte Liste selbstverständlich darauf reagiert. Ich wüsste aber auch nicht, welchen Sinn eine solche Beschränkung haben sollte.

wolf

31. Mai 2011 um 18:31 Uhr

Also ich persönlich fühle mich durch die anonymen Kommentare von der Seite eher bekräftigt und -stätigt.

Gerade der Abgesandte der Jungsozialisten nimmt mal wieder den Mund sehr voll und lehnt sich derart beladen aus so manch ironischem Fenster.
Wenn hier nämlich jemand Forschungsobjekt einer wissenschaftlichen Analyse sein sollte, dann vielleicht eher die „Volks“liste mit ihren ewig intriganten Spielereien, ihren allsemestrigen Missbräuchen des hochschulpolitischen Systems und ihrer Bundespolitik-würdigen Charade aus Stimmfang, Opportunismus und Für-sich-behauptens externer Erfolge.
„Die Jusos – die Bildungsstreikliste(tm), der ihr Studierende die Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren zu verdanken habt, was man daran sehen kann, dass wir fünfhundert Kandidaten haben..! Wählt uns!“

Bianca Hüsing

31. Mai 2011 um 18:56 Uhr

Was ist denn los mit euch, ihr lieben? Habt ihr so viel Angst vor Konkurrenz, dass ihr plötzlich jede freie Minute auf der Seite des uFaFo verbringt (das, nebenbei bemerkt, nicht zur Senatswahl antritt?)
Von den KandidatInnen der Bunten Liste kommt doch auch niemand auf die Idee, Kommentare auf beispielsweise die Seite der Juso-HSG zu setzen (was, nebenbei bemerkt, nicht möglich ist).

Vielmehr wäre es doch wünschenswert, ein Forum auf den Seiten der Universität zu haben, auf dem sich die zur Wahl des wichtigsten Gremiums antretenden KandidatInnen austauschen können. Ein Forum, auf dem Inhalte gegenüber gestellt werden und sich zur Wiederwahl stellende SenatorInnen für ihre bisherige Arbeit rechtfertigen können. Mehr demokratiefördernde Transparenz wäre super, stattdessen wirkt die Senatswahl auf der Uni-Homepage eher wie eine Randnotiz. Genau genommen muss man dort sogar gezielt suchen, bis man herausfindet, dass gewählt wird.
Die Bunte Liste jedenfalls wird auf basisdemokratische Prozesse Wert legen. Sollte ein/e SenatorIn der Bunten Liste gewählt werden, so wird er/ sie den auf Plena getroffenen Entscheidungen folgen. Wir werden auf Austausch mit Initiativen setzen, die sich täglich mit den Sorgen Studierender beschäftigen und sie in die Arbeit und Entscheidungsfindung mit einbeziehen.

Jonas

31. Mai 2011 um 19:28 Uhr

Ich wüsste nicht, warum man die uFaFo als gescheitert titulieren sollte. Auch verstehe ich nicht das Ressentiment gegenüber Kandidaten, die sich während des Studiums sehr für Hochschulpolitik einsetzen. Es kommt halt darauf an, ob man später in die Politik gehen möchte. In diesemFall ist Hochschulpolitik ein intrinsisches Interesse des Kandidaten, und so sollte es auch sein. Jeder sollte die beruflichen Karriere, Abschlüsse und Lebensplanung den Kandidaten überlassen. Das geht eigentlich niemanden etwas an. Wenn man allerdings für Boulevard-Zeitschriften vom rechten Rand schreiben will und schon mal übt – dann sind natürlich diskriminierende Kommentare der ideale Zeitpunkt für eine Positionierung.
Von einem selbstbestimmten Leben haben natürlich so manche Leute noch nichts gehört. Man sollte „Vernunft“ oder „vernünftig“ nicht verwechseln mit vorgezeichneten Lebensläufen, die von einigen Kommentatoren offensichtlich einem selbst erstellten Lebensplan vorgezogen werden. Leidenschaft ist im übrigen kein Manko oder Problem. Von ihr hängt letztlich ein in eudaimonistischer Hinsicht gelungenes Leben ab.

Micha Greif

31. Mai 2011 um 23:20 Uhr

Ich bin nicht beim uFaFo. Dafür dass hinter dem eher kleinen uFaFo keine große Partei steht finde ich es aber sehr beachtlich, wieviel von den Aktivisten schon mehrfach Uniweit zum Positiven bewegt wurde (z.B. Abschaffung der Anwesenheitspflicht, Öffentlichkeit der Hochschulratswahl, Mengenrabatte für Hardware).

Die Bunte Liste ist in unserem Wahlkreis die einzige Alternative zur etablierten Liste. Ich mache mich persönlich dafür stark, dass wir asap unsere Inhalte online stellen (studien-/arbeitsbedingt vorraussichtlich frühestens Donnerstag). Kennt jemand den Link zu unseren Mitbewerbern? Schließlich hat jeder wahlberechtigte m. E. einen Anspruch darauf zu wissen, was er von seinen Kandidaten erwarten kann.

Olaf

1. Juni 2011 um 00:00 Uhr

Ich bin übrigens in Lohn und Brot und wenn meine Frühschicht beginnt, dann stehe ich morgens um 5 Uhr auf.

Bianca Hüsing

1. Juni 2011 um 10:13 Uhr

Ach übrigens, zu den nicht enden wollenden Hieben auf unser Alter: Denkt nochmal über die Wortbedeutung von „Senat“ nach. Na? Was fällt euch auf?

Lothar

1. Juni 2011 um 12:03 Uhr

Ihr solltet euch mal selber hören, jetzt fangt ihr schon an Partei Karrieren zu verteidigen. obwohl Parteien an sich doch die Ausgeburt der Hölle sind und Karriere machen der schlimmste Auswuchs des Kapitalsimus ist.

Marko

2. Juni 2011 um 16:15 Uhr

Ich war bereits in Lohn und Brot und habe die Entscheidung bislang nicht bereut, an die Uni zu gehen. Auf jeden Fall ein ziemlicher Perspektivenwechsel, in den jetzt einiges an Erfahrungen mit einfließen können. Freu mich drauf!

Micha Greif

2. Juni 2011 um 17:42 Uhr

Wie versprochen hier der Link zur Bunten Liste: http://bunteliste.blogsport.de/

Kann es sein, dass unsere Mitbewerber tatsächlich wirklich gar keine Onlinepräsenz haben? Wir werden (im Falle des Wahlsieges) durchgängig transparent informieren UND erreichbar sein.

Alter Sack

5. Juni 2011 um 11:21 Uhr

Dann lasst mich meinen letzten Kommentar nochmal präzisieren: Hochschulpolitik ist so unglaublich unwichtig und unglaublich bedeutungslos. Nur weil die Studierendenschaften Geld haben und damit Krach machen können, heisst das noch lange nicht, das sie wichtig sind oder gehört werden. Und nein, das kriegt ihr nicht geändert. Denn das ist seit 40 Jahren das Hauptanliegen aller HoPo-Vertreter und es funktioniert nicht. Und wenn ich dann hier lese, das Leute die HoPo als Sprungbrett in die Politik ansehen, dann muss ich laut lachen. Schaut mal nach, wieviele Leute aus der münsteraner Hopo-Szene in den letzten 40 Jahren wirklich einflussreich in der „Politik“ geworden sind. Mir fallen da spontan nur zwei ein, Ulrike Meinhof und Kajo Wasserhövel, erstere ist tot, zweiterer ist nach der Wahl 2009 abgesägt worden. Wenn man sehen will, wo man mit der HoPo dauerhaft maximal landen kann, dann schau zur GEW Münster.

Nachdem wir also geklärt hätten, das die HoPo selber über die Uni hinaus wenig bis gar keinen Einfluss hat und auch kein Karrieresprungbrett ist, hier noch ein kleiner Hinweis bezügl. der Wichtigkeit innerhalb der Uni: Der Senat, und darin besonders die Stimmen der Studierenden, sind sowas von unbedeutend, denn die echten Entscheidungen finden im Schloss unten links statt. Eine weltbewegende Grundsatzentscheidung gegen den Willen des Rektorats wird es im Senat niemals geben. Man kann dort einzig und allein leicht korrektiv einwirken und das machen eigentlich alle linken studentischen Senatoren mehr oder weniger gleich gut. Diejenigen, die etwas diplomatischer dran gehen, meist etwas besser als die anderen.

Lange Rede, kurzer Sinn: HoPo ist toll, ich möchte die Erfahrung nicht missen und ich habe sehr viel dabei gelernt. HoPo ist jedoch nicht alles und vor allem nicht das Leben und bevor man sich eben jenes dadurch verbaut, das man ewig und 3 Tage eben in der HoPo rumhängt, sollte man rechtzeitig den Absprung schaffen. Studium ist nicht nur stupides lernen sondern auch Lebenserfahrung sammeln. Nach maximal 3 Jahren hat man jedoch alles, was man an Lebenserfahrung aus der HoPo ziehen kann, daraus auch gezogen. Wenn es nun ein Job wäre mit Bezahlung, Krankenversicherung, Rente, etc. dann darf man damit weiter machen. Wenn es jedoch eben freiwillige, unbezahlte Arbeit ist, dann sollte man irgendwann die Reissleihne ziehen.

Micha Greif

5. Juni 2011 um 22:19 Uhr

Umso lobenswerter ist es, wenn es doch noch Menschen gibt, die bereit sind, sich in der Materie zu vertiefen und zu engagieren.

Klar ist der Einfluss der Studierenden im Senat begrenzt und umso wichtiger ist es, dass kompetente KommilitonInnen ins Amt kommen, die nicht nur Probleme ansprechen, sondern auch Verbesserungen durchsetzen können.

Mart

13. Juni 2011 um 18:10 Uhr

@Alter Sack: Ich kenne noch einen dritten: Daniel Bahr, jetzt Gesundheitsminister. Obwohl, eigentlich hast Du Recht: Der war gar nicht in der Hopo, sondern im SP bei der LSI und auch ganz eigentlich war auch dort (im SP) eigentlich nie, sondern hat sich immer um andere Aktivitäten gekümmert, was ja letztlich Deine These bestätigt…
Bei der Gelegenheit: Viele Grüße an meinen Kumpel Wal, vielleicht liest der hier ja auch mit…

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