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23Nov2011

Gegen Latinumzwang und Militärtamtam

von ufafo.ms in Wahlen

Für die Wahl zum Studierendenparlament: Listenplatz 9 – Richard Dietrich

Mein Name ist Richard Dietrich, ich bin 21 Jahre alt, studiere Geschichte & Philosophie auf Lehramt und deshalb zwangsweise auch Latein.

Womit wir schon bei einem Missstand an der Universität sind, der viele Kommilitonen wie auch mich betrifft. Es kann doch nicht sein, dass man sich für ein Fach entscheidet und dennoch die Hauptanstrengung darauf legen muß, das Latinum zu bestehen, obwohl diese Sprache im späteren Berufsleben eine marginale Rolle spielt. Am Zwangslatinum scheitern viele, obwohl Sie ansonsten in Ihrem Fach keinerlei Probleme haben. Die Leistungen für Latein werden kaum und mit den neuen Lehramtsstudiengängen gar nicht mehr anerkannt, die Kurse sind teils überfüllt und Privatkurse kosten schnell 1000-1500 Euro. Sozial benachteiligte Studierende können sich das nicht leisten. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Meine Familie hat keine Möglichkeiten mich finanziell zu unterstützen, ohne BAFöG könnte ich nicht studieren. Für Nebenjobs bleibt mir aufgrund des Leistungsdrucks im Bachelor und der Belastung durch das Zwangslatinum keine Zeit. Ist das die von der Politik versprochene Bildungsgerechtigkeit?

Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen fünf und sieben Milliarden Euro öffentliche Mittel
für die Rüstungsforschung an öffentlich geförderte Institute wie Hochschulen vergeben. Dieses Geld könnte viel besser für die Verbesserung der Lehrmöglichkeiten, für soziale Projekte und das BAFöG investiert werden. Mich kotzt es an, dass die Hochschulleitung der Uni Münster der Bundeswehr weiterhin Räume und Plätze wie den Schlossplatz, beispielsweise für Paraden, zur Verfügung stellt. Die Uni sollte ein Ort des Friedens und der Völkerverständigung sein und nicht Bühne des Militärs. Daher soll sich die Uni Münster selbst mit der „Zivilklausel“ verpflichten, ausschließlich friedliche und zivile Zwecke zu verfolgen und Kooperationen mit der Bundeswehr und militärischen Einrichtungen abzulehnen.

Im Studierendenparlament möchte ich mich vor allem für die Abschaffung des Latinumzwangs, für Chancengleichheit von sozial Benachteiligten und für die Zivilklausel einsetzen.

2 Kommentare zu Gegen Latinumzwang und Militärtamtam

  Wir treten an: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten by www.ufafo.ms

23. November 2011 um 17:06 Uhr

[…] 9 Richard Dietrich […]

Micha

24. November 2011 um 01:29 Uhr

Wer Bohlen vor 6 Millionen Zuschauern Paroli bietet, läßt sich auch im StuPa nicht unterkriegen! 🙂

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