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02Mrz2012

Gegen Hindenburg, für ein besseres Ausländerrecht!

von ufafo.ms in Ausländische Studierende, Menschenrechte

Luciano de Sales und Jörg Rostek mit einer Ausgabe des Ausländerrechts im internationalen Begegnungszentrum „Die Brücke“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten die Ausländische Studierendenvertretung der Uni Münster (ASV) und die Hochschulgruppe unabhängiges Fachschaftenforum (uFaFo) die Ergebnisse der Hindenburgplatz-Bürgerumfrage. Einerseits ist es großartig, dass sich über 45 Prozent der MünsteranerInnen mittlerweile für eine Umbenennung des Hindenburgplatzes aussprechen, andererseits ist es bedenklich, dass eine beachtliche Anzahl der BürgerInnen den „Steigbügelhalter Hitlers“ als Namensgeber behalten wollen – und das kurz vor einer Demonstration von Neonazis in einem münsteraner Stadtteil.

Luciano de Sales (ASV-Vorsitzender) und Jörg Rostek (uFaFo) sprechen sich klar für eine Umbenennung des Hindenburgplatzes und alle weiteren belasteten Straßennamen aus. „Wir wünschen uns, dass in Münster die Straßen und Plätze nach Menschen benannt werden, die sich für Freundschaft und Frieden eingesetzt haben und nicht für Feindschaft und Krieg.“

Für den Brasilianer Luciano wird Münster nach der Umbenennung – für ausländische Studierende, aber auch für alle weiteren ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger – lebenswerter sein. „Wenn der Stadtrat die Umbenennung ablehnt, wäre das ein völlig falsches Signal“, erklärt er.

Luciano und Jörg weisen darauf hin, dass viele ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nur mit Fremdenfeindlichkeit von Neonazis konfrontiert, sondern auch finanziell und politisch benachteiligt werden. So reicht die durch die Ausländerbehörden erlaubte Arbeitszeit ausländischer Studierender oft nicht aus, um über die Runden zu kommen. Viele MigrantInnen in Münster haben keinen gesicherten Aufenthaltsstatus. Auch das Wahlrecht für MigrantInnen ist noch unzureichend.

Jörg und Luciano sind sich einig: „Man kann Neonazis dadurch ärgern, dass man ihre Kundgebungen blockiert. Man kann sie aber noch mehr dadurch ärgern, dass man Gesetze schafft, welche ausländischen MitbürgerInnen das Leben erleichtern und Chancengleichheit, Bildung und kulturelle Selbstbestimmung fördern.“ Die Idee einer „deutschen Leitkultur“ lehnen beide ab. Eher fordern sie ein kommunales Wahlrecht auch für Zugewanderte und die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

3 Kommentare zu Gegen Hindenburg, für ein besseres Ausländerrecht!

Jörg Rostek

2. März 2012 um 13:53 Uhr

Jörg Rostek

15. März 2012 um 11:40 Uhr

  Münster entehrt Hindenburg / CDU-stimmt mehrheitlich gegen Umbenennung des Hindenburgplatzes by www.ufafo.ms

21. März 2012 um 21:32 Uhr

[…] wir die Forderung nach der Umbenennung des Hindenburgplatzes immer unterstützt und mit Beiträgen (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) auf unserer Homepage, ja sogar mit einem eigenen Antrag im Studierendenparlament […]

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