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23Nov2012

Was in der Elefantenrunde ungesagt blieb

von Bianca Hüsing in Wahlen

Viele von euch, die sich die Elefantenrunde auf Radio Q angehört haben um sich zu informieren, beschäftigen nun sicher folgende Fragen:

1. Warum weiß ich noch immer nicht, was die Listen, unter denen ich wählen soll, bisher getan haben?

2. Warum wurde über so viel Grundsätzliches jenseits der Hochschulpolitik und meines Studierendenalltags geredet?

3. Wo sind denn nun die Unterschiede zwischen uFaFo und Grün-Rot-DIL?

4. Was hat das uFaFo getan, was wird es tun?

Seid versichert: Auch ich als Elefantendame des uFaFo habe mir diese Fragen gestellt. Ich ging in die Diskussionsrunde mit dem Erreichten von einem Jahr engagierter Arbeit in vielen Aktionen, Initiativen und Projekten des uFaFo  und natürlich auch mit einem Sack voll Kritik an der rot-grünen-DIL-Koalition, die uns leider immer wieder versuchte, das Leben schwer zu machen.Die Leistungen und Skandale des Jahres waren aber leider kaum Thema. Radio Q befragte die TeilnehmerInnen stattdessen zu Themen wie Zivilklausel, allgemeinpolitisches Mandat und die finanziellen Kürzungen an der Uni. Und das, nachdem der Moderator mit seinen zuvor gestellten Fragen die fehlende studierendenbezogene Praxisnähe der Listen kritisierte. Natürlich interessiert sich das uFaFo für die Zivilklausel, zu der es schon im Dezember 2010 (!) erstmals arbeitete. Natürlich beschäftigt sich das uFaFo mit den Sparmaßnahmen der Uni, sind es doch schließlich wir, die auf der peinlichen „Vollversammlung“ des rot-grünen AStA das Thema ansprachen, bevor Jusos und Campusgrüne es überhaupt erträumt hatten. Die wurden wieder mal erst aktiv, nachdem wir das Thema in die Zeitung brachten. Und selbstverständlich hält das uFaFo am allgemeinpolitischen Mandat fest. Keine Liste hat sich bisher so aktiv zu außeruniversitären Themen geäußert, wie wir (z.B. Zehn Bücher statt Sarrazin, Kauf den Rüttgers, Solidarität mit Bildungsprotesten in Südamerika, Fußball-EM, Drogenpolitik u.v.m.).

Diese von Radio Q vorgeschlagenen Themen waren jedoch gänzlich ungeeignet für die Studierenden, sich ein scharf gezeichnetes Bild von den zur Wahl antretenden Listen zu machen. Eine Differenz zwischen allen festzustellen und sich anschließend zu entscheiden. Allzusehr schienen sich gerade die „linken“ Listen in der Sache einig. Die wahrhaften Unterschiede finden sich jedoch nicht in dem, was die Listen zu vertreten vorgeben – sie finden sich in ihren Taten.

Was also hat das uFaFo getan? Wir können, trotz unserer bisherigen Rolle als Opposionsliste, auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Wir haben:

– dafür gesorgt, dass es nun ein Campusfernsehen gibt (Münster Bohai)

– den Wahl-o-Maten für die Stupa-Wahl initiiert

– erfolgreich auf die Wiedereinführung des vorläufigen Semestertickets gedrängt

– für ein cloud-basiertes virtuelles Speichersystem gesorgt, das hoffentlich bald allen Studis zur Verfügung steht

– die StudiPC-Sammelbestellung an die LUG vermacht, die diese nun wiederholt erfolgreich durchführt

– eine Podiumsdiskussion zur Drogenpolitik organisiert, bei der u.a. Polizeipräsident Wimber und Landtagsabgeordneter Rickfelder gegeneinander antraten

– eine Vortragsreihe zur EM organisiert (mit iley.de), in der FIFA u.co. von hochkarätigen Enthüllungsjournalisten kritisch beleuchtet wurden

– unseren monatlichen Leseabend „Literatur 22“ regelmäßig stattfinden lassen

 

Im Gegensatz zu den VertreterInnen von CampusGrün, JusoHSG und DIL gelang uns das alles, ohne eine Aufwandsentschädigung zu erhalten, da wir zur Zeit nicht im AStA sind. Das ist umso beachtlicher, als die meisten von uns lediglich von BAFöG und/oder Nebenjob leben.

 

Was wir Aufgrund der Blockadepolitik von JusoHSG, CampusGrün und DIL nicht erreichen konnten:

12-Punkte-Plan für mehr Transparenz in der Hochschulpolitik

Notunterkünfte für Erstsemester ohne Wohnung

Leerstandsmelder zur Ermittlung leerstehender Wohnungen/ Gebäude/ Flächen

– ein Seminarvorschlagssystem für alle

– dass der AStA die Zivilklausel hinreichend bewirbt

– euch über die StudiPC-Sammelbestellung informieren, als wir sie noch organisierten, weil der AStA den e-mail-Verteiler der Studierendenschaft zensiert

 

Es ist also schön und gut, wenn Jusos und Campusgrüne für z.B. die Zivilklausel sein wollen.Was sie jedoch für die Umsetzung getan haben, ist nicht der Rede wert. Mehr als eine kleine Vortragsreihe war dem rot-grünen AStA die friedliche Forschung an der Uni nicht wert. Stattdessen sperrten sie sich gegen unsere Forderungen, dazu Informationsmaterial zu verbreiten und eine Urabstimmung zu initiieren.

Praxisnähe? Ende der Blockadepolitik? Taten statt Worte? Mit dem uFaFo ist das ohne Weiteres möglich. Alles, was wir für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele brauchen, ist eine starke Mehrheit. Dafür bitte ich um eure Stimme.

 

 

 

 

 

1 Kommentar zu Was in der Elefantenrunde ungesagt blieb

Rebecca

29. November 2012 um 09:05 Uhr

Ja, schade dass Worte und Taten so oft aus einander gehen – und es nicht mal vielen auffällt!

Danke uFaFo für euer ehrliches und ehrenamtliches Engagement!

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