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22Nov2012

Zwei Euro für den Hochschulsport – uFaFo kündigt im Falle des Wahlsiegs Beitragserhöhung an

von ufafo.ms in Wahlen

Liebe Studis, um das Angebot des Hochschulsports auszubauen, wollen wir eine Erhöhung des Semesterbeitrags von 1,35 Euro auf 2 Euro nicht ausschließen. Im Falle eines Wahlsieges bei der Studierendenparlamentswahl Ende November 2012 werden wir prüfen, inwieweit eine Beitragserhöhung Sinn macht und sie gegebenenfalls umsetzen. Wie ihr wisst, übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot, und das, obwohl wir alle dafür zahlen (siehe Hintergrundartikel unten). Durch eine Beitragserhöhung könnte dieser Missstand behoben werden.

Bianca Hüsing, Parlamentarierin des uFaFo, erklärt dazu: „Wir haben die Wahl: entweder, wir lassen den Beitrag wie er ist – dann werden alle zahlen, aber nur wenige Studierende einen Platz bekommen. Oder wir erhöhen den Beitrag und sorgen so dafür, dass das Angebot ausgeweitet und von möglichst vielen genutzt werden kann.“

Der Semesterbeitrag ist im Wintersemester 2012/13 132,90 Euro hoch. Davon fließen momentan 1,35 Euro in den Hochschulsport. Würde der Betrag auf zwei Euro erhöht, würden bei 39.000 Studierenden dem Hochschulsport zusätzlich 25.350 Euro zufließen. Damit könnten zusätzliche Übungsleiter eingestellt, Räumlichkeiten erschlossen und so die Versorgungslage verbessert werden.

Hintergrundartikel: Hochschulsport für alle?
Von Sebastian Büschel

Die Universität Münster hat etwa 40.000 Studierende. 40.000 Studierende, die jeden Tag in der Universität lernen, arbeiten und von Raum zu Raum rennen, um ihr Pensum zu erfüllen. Dieser Stress wird in der Freizeit kompensiert, und das meistens mit Sport. Was liegt also näher, als den Hochschulsport in Anspruch zu nehmen, wo die unterschiedlichsten Angebote gemacht werden. Der Hochschulsport, kurz HSP, stellt Übungsleiter für die verschiedensten Sportarten an und fördert somit ein breites Sportangebot, wie man es sonst nur selten findet. Da die Teilnehmenden Studierende sind, finden diese Kurse natürlich nur zu studienfreundlichen Zeiten statt, haben genug Plätze für alle und sind bezahlbar. Stimmt leider nicht so ganz.

Die gute Nachricht zuerst: Das Sportangebot ist tatsächlich sehr breit, Münster ist eine der Universitäten mit dem am weitesten gefächerten Angebot. Dazu sind die Kurse zeitlich so gestaltet, dass man oft am Abend zum Sport gehen kann oder es mehrere Termine zur Auswahl gibt.
Leider hat der HSP aber auch noch Luft nach oben.
Zuerst einmal das Platzproblem. Eine Anmeldung findet zentral statt. An einem vom HSP angekündigten Stichtag zu einer vorgegebenen Uhrzeit werden die Kurse nacheinander freigeschaltet. Dann kann jeder zu dieser Zeit sich eintragen (den Kurs „buchen“) und seinen Sportausweis selbst ausdrucken. Der Betrag wird vom Konto abgebucht. Ein typischer Anmeldeabend läuft folgendermaßen ab: Etwa eine Viertelstunde vorher ruft man die Seite auf, wählt seinen Kurs aus und wartet. Zur angegebenen Uhrzeit aktualisiert man die Seite. Wenn man jetzt Glück hat, baut sich die Seite auf und man kann anwählen, seinen Kurs zu buchen. Sollte man soweit kommen, gehört man zu den Glücklichen, die wie wild ihre Daten eingeben und auf „Absenden“ klicken. Und gewinnt man diese Lotterie, hat man tatsächlich einen Platz ergattert. Für die meisten heisst es aber leider: Warteliste. Denn die Kurse sind zu klein, es sind zu wenige und sie sind schlicht tatsächlich auf die Minute genau schon nach dem Start direkt weg.

Das zweite Problem ist das des lieben Geldes. Vor etwa einem Jahr noch bezahlte man eine Basisberechtigung mit 15€ und konnte dann noch Kurse hinzubuchen, die meist ebenfalls 15€ kosteten. Diese Buchung galt dann für alle angebotenen Kurse dieser Sportart. Dann stellte der HSP sein Preissystem um, mit der Begründung, dass es auf einmal ein Versicherungsproblem gäbe, wenn man pauschal für eine Sportart buchen würde (der HSP existiert übrigens schon sehr lange…). Nach dieser ‚technisch bedingten‘ Umstellung buchte man nicht mehr für eine Sportart, sondern man musste den exakten Kurs buchen – wer seinen Sport mehr als einmal ausüben wollte, musste halt auch mehrmals zahlen. Und das bei einer läppischen Verdopplung des Preises von 15€ auf 30€. Wenn man also vorher als StudentIn Aquafitness und Karate besuchen wollte, zahlte man die Basisberechtigung und die beiden Sportarten und konnte jeden Kurs besuchen, der dazu gehörte. Kosten für ein Semester: 45€. Jetzt zahlt man pro Kurs 30€, wenn man also mehr als 1x die Woche Sport machen möchte, wird man deutlich mehr zahlen müssen als vorher. Man kann also entweder sich einschränken und sich den Sport mit seinen Nebenjobs verdienen oder man verzichtet darauf, da es mehr Stress machen würde, sich die Möglichkeit zu verdienen Sport zu machen, als man abbauen könnte. Das war doch eigentlich das Ziel, nicht wahr? Entspannt Stress abbauen. Das ist scheinbar inzwischen leider Luxus.

1 Kommentar zu Zwei Euro für den Hochschulsport – uFaFo kündigt im Falle des Wahlsiegs Beitragserhöhung an

  JusoHSG Münster: Wahlkampf mit fremden Federn by www.ufafo.ms

23. November 2013 um 19:39 Uhr

[…] Das uFaFo beantragte, wie in unserem Wahlkampf vor einem Jahr versprochen, eine Beitragserhöhung für den Hochschulsport. Diese wurde von der JusoHSG im StuPa verhindert und […]

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