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02Jan2013

Rektorat berät Microsoft-Angebote

von Olaf Götze in Allgemeines, Freie Software, Senat

Eine Anfrage der Gruppe der Studierenden in der Dezember Sitzung des Senates ergab, dass das Rektorat weiterhin ergebnisoffen über die Angebote des Microsoftkonzerns an die Universität Münster berät. Diese Angebote beinhalten unter anderem die Ausrichtung von Workshops für Studierende. Auch die Aufstellung einer Infobox sei im Gespräch so die Antwort aus dem Rektorat.

Wie eine solche Werbeaktion von Microsoft auf dem Campus aussieht war allerdings im letzten Sommersemester bereits am naturwissenschaftlichen Campus am Coesfelder Kreuz zu besichtigen. Dort war das Studentenwerk auf den Deal mit Microsoft eingegangen. Das Rektorat war nicht in Kenntnis dieser Kooperation, wie eine Rückfrage aus dem Senat von Prof. Münster ergab.

Folgende Fotos stellen wir dem Rektorat gerne zur Verfügung. Sie belegen, um welche gewinnbringenden Workshops es sich möglicherweise handelt, welche Microsoft den Studierenden bietet. „Fruit Ninjas gesucht: Kreativworkshop“, „Automatenmemory“, „Powerpointkaraoke“ und „Kinect-Partys“ heißt es dort. Dazu wurden studentische Beschäftigte angestellt, die für ihren Brotverdienst Studierende überreden mussten, an diesen Angeboten teilzunehmen.

Das uFaFo lehnt solche Werbeaktionen auf dem Campus nicht nur aus ästhetischen Gründen ab. Den Studierenden sollte der Kopf frei bleiben von der Konsumwelt, die uns täglich umgibt, wenn sie die Uni betreten. Außerdem unterstützen wir Freie Software Inititativen, die sich zum Ziel setzen, den Umgang mit frei zugänglicher Software zu erlernen und zu verbreiten. Viele frei verfügbare Software wird durch die Communities regelmäßig erweitert und bietet Lösungen, die mit kommerzieller Software vergleichbar sind oder sogar darüber hinausgehen. Der Vorteil liegt nicht nur im Geldvorteil des Nutzers, sondern auch darin, dass sich Software weiterentwickelt, unabhängig vom kommerziellen Nutzen.

Begründet werden Werbeaktionen auf dem Campus zumeist mit der Generierung zusätzlicher Geldquellen. Hierzu fordert das unabhängige Fachschaften Forum die Universität auf, die Geldflüsse offenzulegen und darzustellen, inwieweit überhaupt etwas davon für die Studierenden, der Zielgruppe der Werber, zum tragen kommt. Gleiche Kritik richtet sich selbstverständlich auch das Studentenwerk mit seinen Werbekooperationen.

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