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13Apr2013

Kein Hochschulsportarbeitskreis! AStA-Vorsitz: Wegen Untätigkeit der eigenen Leute obsolet

von ufafo.ms in Allgemeines, AStA

Mehr Hochschulsportplätze, das haben viele HochschulpolitikerInnen in den letzten Wahlkämpfen versprochen, doch tatsächlich taten die meisten leider lange nichts. Erst nachdem das uFaFo im November 2012 eine Beitragserhöhung um 65 Cent forderte, um mehr Plätze zu schaffen, wurde auf unseren Antrag hin im Januar 2013 im StuPa ohne Gegenstimmen ein Arbeitskreis (AK) beschlossen, der sich für mehr Hochschulsportangebote einsetzen soll. Das Präsidium des StuPa wurde damit beauftragt diesen Arbeitskreis einzusetzen. Aber was ist passiert? Offenbar leider mal wieder nichts. Nichteinmal die SportreferentInnen des AStA wurden über den Beschluss des höchsten Gremiums der Studierendenschaft (StuPa) informiert. Dabei gehören sie laut einer StuPa-Internen Mail zur JusoHSG, die sowohl im Präsidium des StuPa als auch im AStA-Vorsitz vertreten ist. Auf unsere Nachfrage vom 09.04.2013 hat das Präsidium bisher – wenig überraschend – nicht reagiert. Statt dessen präsentiert der AStA-Vorsitz (Friedrich Bach & Christian van Bebber) nun einen Antrag, der den Beschluss für den AK-aufheben soll, da er nun obsolet sei. Als Grund wird ein zwischenzeitlich eingegangener Antrag des AStA-Sportreferats und die Untätigkeit des Präsidiums genannt. Für uns ist es absolut unverständlich, warum man – wie bereits beim Leerstandsmelderantrag geschehen– zunächst unserem Antrag zustimmt um dann nach eigener monatelanger Untätigkeit einen Gegenantrag einzubringen, der noch dazu noch zu dem gleichen Ergebnis, nämlich einer Beitragserhöhung, kommen wird.

Warum möchte man interessierte Studierende nicht per Arbeitskreis effektiv an der Diskussion beteiligen? Warum möchte man verhindern, dass transparent wird, wie viel oder wie wenig für mehr Hochschulsportplätze getan wird? Warum verschließt man sich einer konstruktiven Zusammenarbeit im Arbeitskreis?

Viele Angebote des Hochschulsports waren auch beim neuesten Rennen um die begehrten Plätze binnen weniger als 2 Minuten komplett ausgebucht. Tausende Studierende stehen auf den Wartelisten. Dennoch ist das uFaFo bisher die einzige politische Liste, die sich für den weiterhin in Diskussion befindlichen Bau des Gesundheits- und Leistungssportzentrums öffentlich eingesetzt hat. Der Arbeitskreis wäre die erste Chance gewesen, dass Thema Hochschulsport auf einer breiten überparteiliche Basis konstrukiv und zielführend zu besprechen.

Wir gehen davon aus, dass der AStA sich aufgrund seiner Stupa-Mehrheit (Koalition: Campusgrün, Juso-HSG und DIL) durchsetzen und den Arbeitskreis auflösen wird. Eine Beitragserhöhung soll geprüft werden. Vorsicht liebe Studis, man weiß nie wie lange eine Prüfung bei dieser Koalition dauern kann…

10 Kommentare zu Kein Hochschulsportarbeitskreis! AStA-Vorsitz: Wegen Untätigkeit der eigenen Leute obsolet

Jörg Rostek

14. April 2013 um 12:18 Uhr

Zuerst hat die Koalition unseren Antrag auf Beitragserhöhung abgelehnt. Der Kompromiss war der Arbeitskreis. Jetzt hebt sie den AK auf und will eine Beitragserhöhung prüfen lassen; es sind so ein Schmierentheater und so ein Politikstil, die bei Studierenden Kopfschütteln auslösen. Dass die Probleme beim Hochschulsport seit Jahren nicht gelöst werden, offenbart entweder Tatenlosigkeit oder Ineffizienz. Ich kann mich gerade nicht entscheiden, was ich schlimmer finde.

Malte

15. April 2013 um 00:23 Uhr

Das Präsidium wurde natürlich mitnichten mit irgendwas beauftragt, denn das Präsidium bildet in der Verfassten Studierendenschaft nicht die Exekutive.

Siehe Protokoll der 3. Sitzung

Micha

15. April 2013 um 11:10 Uhr

@ Malte: Der AStA-Vorsitz teilt deine Auffassung offenbar nicht, denn in dessen Beschlussaufhebungsantrag schreiben Christian und Friedrich:
„Das Präsidium wurde beauftrag einen Sport AK einzurichten und ist diesem bisher nicht nachgekommen.“

Aus dem Protokoll der 3. Sitzung geht der Beschlusstext nicht hervor. Das Beschlussprotokoll vom 28.01.2013 ist heute – nach 2 1/2 Monaten – noch immer nicht online.

Malte

16. April 2013 um 12:04 Uhr

Der AStA-Vorsitzende hat sich auf der Sitzung gestern korrigiert. Dass das Präsidium nicht die Exekutive ist, hätte euch nach über 10 Jahren Hochschulpolitik aber auch schon auffallen können 😉

Ein Arbeitskreis wird von den meisten als überflüssig empfunden. Man ist schon viel weiter. Darum wird es auch keinen von StuPa eingesetzten Arbeitskreis geben.

Wart ihr eigentlich schon mal bei den Sportreferent_innen bzw beim Hochschulsport und habt gefragt, was die von euren Vorschlägen halten?

Bianca Hüsing

16. April 2013 um 22:22 Uhr

Ach, Malte. Das ist ja hochinteressant. Inwieweit und an welchen Stellen ist „man“ denn „schon viel weiter“? Ist was dran an dem Gerücht, dass die SportreferentInnen eine Beitragserhöhung beantragen? Falls ja: ist es nicht einfach unglaublich witzig, dass eine ebensolche Erhöhung Gegenstand unseres Antrags war, den rot-grün als „Schnellschuss“ empfand? Woraufhin es ja erst zum überarbeiteten Antrag, einen Arbeitskreis einzurichten, kam? Und nachdem die Umsetzung dieses beschlossenen Antrages mal wieder monatelang verschleppt worden war, kam ein rot-grüner AStA-Vorsitz daher und behauptete, die Einrichtung des AK sei inzwischen obsolet? Und nun kommt ein Malte, der da sagt „man“ sei inzwischen „schon viel weiter?“ Derselbe Malte übrigens, der der Juso-HSG im November vorschlug, dem uFaFo das Thema Beitragserhöhung für den eigenen Wahlkampf zu klauen?

Nicht Arbeitskreise sind obsolet, sondern Politik wird es, wenn sie auf diese Weise betrieben wird.

Malte

16. April 2013 um 23:42 Uhr

Man braucht keinen AK mehr, weil eine Änderung der Beitragsordnung in der Tat bereits beantragt wurde. Dieses geschah eben nicht als Schnellschuss, sondern nachdem sich die betreffenden Akteure zusammengesetzt haben. Besonders wichtig waren dabei natürlich die Organisator_innen des Hochschulsports. Die wolltet ihr außen vor lassen. Dabei wissen sie natürlich am besten, wo es mangelt und wie die Probleme angegangen werden können.
Darauf spielte auch meine Frage, ob ihr mal bei den Sportreferent_innen bzw beim Hochschulsport nachgefragt hättet, was die von euren Vorschlägen halten? Aber Fragen werden hier offensichtlich nur von mir beantwortet.

Euer Antrag auf Änderung der Beitragsordnung kam wirklich als Schnellschuss und taugte leider nur zur Belustigung der Parlamentarier_innen. Ich zitiere:
„Der Semesterbeitrag wird von 1,35 Euro auf 2 Euro erhöht.“
Jo, da fällt selbst mir nichts mehr zu ein!

-> „Der Semesterbeitrag beträgt im Sommersemester 2013 213,69 Euro“
http://www.uni-muenster.de/studium/einschreibung/semesterbeitrag.html

Zu deiner letztes Unterstellung kann ich nur sagen, dass ich natürlich nie vorgeschlagen habe dieses oder auch ein anderes Thema vom ehemaligen uFaFo zu klauen. Ok, es gab mal den Vorschlag euen Fuchs zu entführen. Aber das möchte ich nicht weiter kommentieren 😀

Micha

17. April 2013 um 09:17 Uhr

Der Vorwurf, dass wir die „Organisator_innen des Hochschulsports“, ich gehe davon aus dass damit insbesondere die AStA-SportreferentInnen gemeint sind, heraus halten wollten, ist einfach dreist und unhaltbar. Gerade auch dafür hatte das uFaFo ja den Arbeitskreis beantragt. Warum ihr die beiden ReferentInnen, die ja auf eurer Liste stehen, nichtmal nach 2 1/2 Monaten über den sie betreffenden StuPa-Beschluss informiert habt, bleibt schleierhaft.

Bei den „von 1,35 auf 2 Euro“ war es ja jedem klar, dass es da um den Hochschulsportanteil ging, und der beträgt nunmal bekanntlich 1,35 Euro.

Gut das sich der AStA-Vorsitz korrigiert hat. Was du nicht geschrieben hast ist, dass die verantwortliche Exekutive = der AStA ist. Das heißt der Antrag wurde insbesondere wegen der eigenen Untätigkeit für obsolet erklärt…

Die Kontaktaufnahme mit dem Hochschulsportreferat war übrigens einer meiner ersten Schritte im bzw. mit dem uFaFo im November 2011. Das uFaFo ist seither offenbar die einzige Hochschulgruppe, die sich für den (noch immer nicht ausgeschriebenen!) Bau der neuen Hochschulsporthalle ausgesprochen. Schade das bei den im StuPa verbliebenen Listen der Kontrast zwischen Sagen und Handeln so groß ist.

Malte

17. April 2013 um 10:15 Uhr

Ihr habt den Arbeitskreis aber erst nach massiver Kritik an eurem ursprünglichen Antrag beantragt. Das meine ich doch damit, dass ihr die Organisator_innen zu Beginn nicht eingebunden habt.

Hier steht doch kein Wort von Arbeitskreis. Das war ein Schnellschuss!
http://ufafo.de/blog/2012/11/zwei-euro-fur-den-hochschulsport-ufafo-kundigt-im-falle-des-wahlsiegs-beitragserhohung-an/

Im folgenden habt ihr dann die Änderung der Beitragsordnung beantragt. Erst viel später und auf Initiative von CampusGrün hat sich das StuPa mit der Einsätzung eines Aussusses bzw dann Arbeitskreis befasst.

Micha

17. April 2013 um 10:51 Uhr

Der Ausschuss war Initiative von CampusGrün. Beschlossen hat das StuPa aber keinen Ausschuss, sondern auf unseren Antrag hin einen allen Studierenden offen stehenden Arbeitskreis. Den ihr bzw. der AStA-Vorsitz dann wieder verhindert habt, um eine Beitragserhöhung zu beschließen; also genau das, was wir ursprünglich beantragt hatten.

Um ein solch unnötiges Schauspiel in Zukunft zu vermeiden, halte ich persönlich den Arbeitskreis (zur Not auch als Ausschuss) weiterhin für sinnvoll. Die HochschulpolitkerInnen müßen sich nun fragen lassen, ob sie kein Interesse daran haben, regelmäßig an dem Thema (zusammen) zu arbeiten.

  JusoHSG Münster: Wahlkampf mit fremden Federn by www.ufafo.ms

23. November 2013 um 19:42 Uhr

[…] von der JusoHSG im StuPa verhindert und ein Hochschulsportarbeitskreis beschlossen, welcher aber wegen Untätigkeit der rot-grünen Verantwortlichen obsolet wurde. Obwohl selbst beide HochschulsportreferentInnen, […]

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