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über uns

Du möchtest eigene Ideen und Projekte umsetzen? Du möchtest dich nicht an Parteizugehörigkeit messen lassen? Du möchtest Artikel über gesellschafts- und unirelevante Themen schreiben? In jedem Fall bist du bei uns richtig!

Wir sind eine basisdemokratische, innovative, alternative, unabhängige, überparteiliche, kritische und solidarische Hochschulgruppe: das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo). 2002 aus dem 1995 gegründeten „fafo“ entstanden & von FachschafterInnen gegründet, waren wir bis April 2013 auch in der Münsteraner Hochschulpolitik aktiv. Als Polit- und Watchblog berichten wir über Gesellschaft und Uni. Gleichzeitig arbeiten wir weiter an unseren Projekten. Wir treffen uns regelmäßig, diskutieren rege und freuen uns, wenn wir zu Verbesserungen von Uni und Gesellschaft beitragen.

Wir haben erkannt, dass es nicht ausreicht, in Gremien zu sitzen, Händchen zu heben und sporadisch unsere Meinung zu sagen. Wir setzen uns ein für mehr bezahlbaren Wohnraum, mehr Hochschulsport, mehr Transparenz, mehr Mitbestimmung, noch besseres Mensaessen, freien Hochschulzugang & Masterplätze für alle, Ruheräume, die Zivilklausel, ein basisdemokratisches Semesterticket und mehr Demokratie – gegen Diskriminierung, den Hochschulrat und Studiengebühren.

Bei uns gibt’s mehr als warme Worte: Wir starten aktiv eigene Projekte und Beteiligungen uns an weiteren, wie z. B.:
– WWU Mint: Ein kostenloses Betriebssystem mit umfangreicher Software speziell für Studierende der Uni Münster
– Literatur 22: Ein Literaturabend an jedem 22. eines Monats
– Exkursionen: Beispielsweise die Besichtigung des AKW Lingen im Emsland
– Campus TV/Münster Bohai: Der Start eines Onlinefernsehsenders für die Studierenden in Münster
– Stupamat: Eine der bundesweit ersten Wahl-o-maten für eine StuPa-Wahl
– Diskussion oder Unterstützung aktueller politischer Themen wie z.B. Bildungsstreik, 10 Bücher statt Sarrazin, Kauf den Rüttgers, Drogenlegalisierung, Hindenburgplatzumbenennung, Leerstandsmelder, Anti-Atom Energiewende

Neben diesen Engagements sind wir auch die  einzige HSG mit einem aktiven Masskottchen: „Ufafuchs DeinFreund“ freut sich sicher über eure Anfragen bei Facebook 😉

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Du möchtest uns kennenlernen?

Eine andere Uni ist möglich. Wir laden euch alle dazu ein: Wir treffen uns monatlich nach Vereinbarung in der Brücke (Wilmergasse 2). Ein Engagement in der Fachschaft ist keine Voraussetzung (aber natürlich gern gesehen :-)).

Bei Interesse schreib uns einfach eine Mail.. Wir freuen uns auf Dich!

Kontakt: mail(at)ufafo(dot)ms

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Immer aktuell informiert werden:

Mit Ufafuchs DeinFreund auf Facebook

 

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Unser letztes Programm (2012):

1. Bezahlbarer Wohnraum für alle!

2. Hochschulsport für alle!

3. Für besseres Mensaessen

4. Latinumzwang abschaffen!

5. Für mehr Transparenz

6. Pro Entschleunigung! Für Ruheräume an der Uni

7. Studienfinanzierung: Für ein besseres BAföG und gegen Floppstipendium

8. Für mehr Demokratie, gegen Hochschulrat und Middelhoff

9. Onlinedschungel lichten!

10. Kriegsforschung an der Uni? Nicht mit uns!

11. Wir sind für studierbare Studiengänge & Masterplätze für alle!

12. Gegen Studiengebühren

13. Antidiskriminierung & Antirassismus: Uni für alle!

14. Für Datenschutz

15. Für eine starke studentische Stimme!

 

1. Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Bei Ankunft der neuen Studierenden im Oktober legen sich die Verantwortlichen scheinbar sehr ins Zeug, letztendlich wird aber meist doch nur auf die bereits bestehenden Möglichkeiten hingewiesen. Hilfe zur Selbsthilfe ist natürlich erstmal das Wichtigste. Doch ist das genug?

Wir sagen: Nein! Es kann doch nicht sein, dass Jahr für Jahr hunderte oder gar tausende Studierende wochenlang auf Couchsurfing oder stundenlange Bahnfahrten angewiesen sind & beim Studentenwerk Wohnheimplatzwartezeiten von teilweise über einem Jahr entstehen! Entgegen deren vorheriger Einschätzung, hat selbst das Studentenwerk nun eine „nicht unerhebliche Wohnraumknappheit für Studierende“ einräumen müssen.

So kurzfristig bleibt diesem offenbar nichts anderes übrig, als auf private Anbieter zu verweisen. Dieses Feld sollte nicht privaten (Immobilien)Investoren überlassen werden, denn diese bedeuten oft steigende Mieten & Vernachlässigung von Renovierungen (siehe z. B. die Schimmelprobleme in Kinderhaus-Brüningheide). Wir wollen ein Studentenwerk UND einen AStA für die Studierenden, die aktiv handeln anstatt nur zu verwalten. Wir fordern Fördermittel für das Studierendenwerk, um die Situation der Studierenden nachhaltig zu verbessern.

Außerdem fordern wir eine stärkere Förderung und einen Ausbau der Alternativen Wohnmöglichkeiten wie z.B. „Wohnen für Hilfe“. Das selbstverwaltete Wohnungsprojekt des AStA in der Frauenstraße 24 sollte Vorbild sein für die Wohnungspolitik der Stadt: preiswerter Wohnraum in günstiger Lage.

Vor Jahren wurde der Erhalt der F24 durch Besetzung von Arbeitern und Studierenden erstritten. Als Studierende im Frühling eine Wohnung in der Grawertstraße besetzten, wurden sie dort wieder raus geworfen, obwohl Sie Miete zahlen wollten. Mehr als 40 Wohnungen standen dort jahrelang leer. Wer weiß wie viel Wohnraum in Münster noch leer steht?

In den nächsten Jahren wird durch den Abzug der britischen Streitkräfte neuer Wohnraum frei. Wir werden es nicht zulassen, dass diese Ressourcen verschwendet werden. Wir machen uns stark: Gegen Leerstand und für bezahlbaren Wohnraum.

 

2. Hochschulsport für alle!

114 Sportarten, 911 Kurse, 19.358 Plätze – und noch viel mehr Nachfrage. Am 13. Oktober war es mal wieder soweit: Die Anmeldephase für die heiß begehrten Plätze begann. Selbst wer sich unmittelbar nach Beginn der Anmeldemöglichkeit online einloggte, war vor den aufgrund des großen „Ansturms“ stundenlang andauernden Serverproblemen nicht gefeit und hatte keine Garantie auf einen Teilnahmeplatz, da komplette Kurse bereits nach Minuten ausgebucht waren.

Allein an der Uni Münster gibt es 39.000 Studierende, aber nur 19.358 Plätze im Hochschulsport (HSP). Auf den Wartelisten für die einzelnen Sportarten stehen teils über 1.000 AnwärterInnen. Der HSP ist ein gesunder Ausgleich zum Uni-Alltag, hält Körper und Geist fit und man trifft dazu noch jede Menge netter Menschen. Das Angebot ist zurecht sehr gefragt UND leider noch zu gering. Wir machen uns daher stark für mehr Hochschulsport: Für mehr Förderung, mehr TrainerInnen & mehr Hallenkapazitäten.

 

3. Für besseres Mensaessen

Die Preise wurden noch Anfang Oktober um ca. 6 % erhöht, doch an den Leistungen hat sich offenbar nichts geändert. Das Angebot ist auf den ersten Blick nicht schlecht, doch wenn man genauer wissen möchte, wo das Essen eigentlich herkommt und was drin ist, erntet man ratlose Blicke von den Angestellten. Zwar gibt’s als Vorzeigeprodukt die konventionelle Regionalkartoffel („Münsterlandknolle“), bei allen anderen Speisen sind Infos aber rar. Liegt das möglicherweise daran, dass das Fleisch aus Massenproduktion mit großzügigem Antibiotikaeinsatz kommt? Wir möchten niemandem den Appetit verderben. Insbesondere beim Fleisch wünschen wir uns mehr Qualität: Klare Herkunft sollte selbstverständlich sein, dazu sollte das Essen grundsätzlich möglichst bio, regional und saisonal produziert worden sein.

Mehr Gemüse und weniger Fleisch zu sich zu nehmen ist gesund, günstiger und kann auch sehr lecker sein! Daher unterstützen wir für alle Mensen den freiwilligen vegetarischen Donnerstag (das bedeutet: 2 vegetarische Menüs, 1 mit Fleisch anstatt umgekehrt). Darüber hinaus sollten in den größten Mensen auch vegane Menüs angeboten werden. Die weltweite Küche bietet hier vielfältige kulinarische Möglichkeiten.

Für LebensmittelallergikerInnen und Laktoseintolerante fordern wir eine umfassende Kennzeichnung der angebotenen Speisen. Ein laktosefreies Menü täglich sollte problemlos möglich sein.

Ethisch bedenkliche Produkte sollten ausgeschlossen und entsprechende Alternativen angeboten werden. Gentechnik im Essen lehnen wir ab. Aufgrund der gewaltätigen Repression bis hin zu Morden an GewerkschafterInnen durch Paramilitärs in Kolumbien, Kinderarbeit in El Salvador sowie Ausbeutung und Umweltzerstörung in Indien fordern wir auch in Münster den bereits an zahlreichen Unis praktizierten Boykott gegen die Coca-Cola Company.

 

 4. Latinumzwang abschaffen!

Für viele Studienfächer wird das Latinum oder das Graecum vorausgesetzt. Ist es legitim, dass ein Französisch-Lehrer oder eine Philosophie-Lehrerin ein Latinum nachweisen muss, wenn eine promovierte Romanistin oder ein Philosophie-Dozent dies nicht muss? Oftmals ist dieser Zwang und deren schlechte Begründung ein tradiertes Relikt aus der Vergangenheit und Spiegel eines überholten eurozentrischen Weltbildes.

Des Weiteren führt die Latinumpflicht zu sozialer Selektion, da Arbeiterkinder auf Ihrem Bildungsweg signifikant seltener das Latinum erwerben konnten. Die Uni-Kurse zum Nachholen des Latinums sind häufig überfüllt und die Alternative der kostenpflichtigen Privatangebote (1000-1500€) kaum finanzierbar. Das Hohe Lernpensum (30 LP), von denen maximal nur 10 LP und in den neuen Lehramtsstudiengängen gar NICHTS annerkant wird, kann oftmals nicht ohne Studienzeitverlängerung geleistet werden. Wenn jedoch wegen des Nachholens des Latinums die Regelstudienzeit überschritten wird, entfällt sogar der BAFöG-Anspruch!

Bildungssoziologisch ist Latein also eine Studienhürde hinsichtlich der Wahl bestimmter Fächer („Selbstselektion“); eine studienfachinterne Hürde, die zu Fachwechsel, verlängerter Studienzeit oder gar Studienabbruch führen kann & eine soziale Hürde beim Zugang zu bestimmten privilegierten akademischen Berufen darstellt.
Unser Ziel ist daher die Abschaffung des Latinumzwangs! Bis zur finalen Umsetzung fordern wird:

  • ein ausreichendes Angebot an Sprachkursen
  • die vollständige Anrechnung der obligatorischen Kurse (30 Leistungspunkte)
  • Verlängerung der BAFöG-Förderungshöchstdauer aufgrund des Latinumerwerbs
  • ein fachliches Modul durch drei geleistete Sprachkurse ersetzen zu können, wenn diese Sprache für den Abschluss verlangt wird, wie z. B. „Latein für Historiker“ oder „Griechisch für Philosophen“


5. Für mehr Transparenz

In der Praxis kommen leider selten Zuschauer ins Studierendenparlament. Dementsprechend ausgiebig werden Formalia behandelt und die Sitzung durch mehrfache „Fraktionspausen“ in die Länge gezogen. Außerdem bekommt praktisch niemand mit, wie unqualifiziert manche Kommentare sind UND wie unangenehme Tagesordnungspunkte der kleinen Listen ständig so weit nach hinten geschoben werden, das sie gar nicht mehr besprochen werden können.

Ein Livestream würde insbesondere auch für in der Mobilität eingeschränkte Studierende die Möglichkeit schaffen, mal eben ins StuPa „reinzuzappen“ und allein das Wissen über diese Möglichkeit würde unserer Ansicht nach für ein qualifizierteres Arbeiten wirken.

Bisher werden in den Protokollen nur die Abstimmungsergebnisse niedergeschrieben. Wer wofür abstimmt, bleibt unklar. Wie in vielen Parlamenten üblich, wollen wir eine detailliertere Dokumentation des Abstimmverhaltens. Wir wollen, dass ihr genau Bescheid wisst, was euer Kandidat tatsächlich unterstützt.

Wir bitten euch, stimmt mit uns für:

  • für ein einen Livestream der StuPa-Sitzungen
  • eine übersichtliche Onlinedokumentation des Abstimmverhaltens

 

6. Pro Entschleunigung! Für Ruheräume an der Uni

Wer will sich während eines langen Studitages nicht einfach mal kurz hinlegen. Aber wo? An der Uni Münster ist das kaum möglich. Deshalb fordern wir, was es an zahlreichen anderen Hochschulen in Deutschland bereits gibt: Räume zum Ausruhen für alle.

Insbesondere Studierende mit Kind und MitarbeiterInnen der Hochschule sind für dieses Angebot, so berichtete uns eine Angestellte der TU Dresden, sehr dankbar – sei es, um zu stillen, sei es um einfach mal auszuruhen. Dort gibt es 21 Ruheräume, die größtenteils allgemein zugänglich sind.
Manchmal sind sie an „Erste Hilfe – Räume“ gekoppelt, manchmal besteht ein Ruheraum aus einem einfachen Feldbett, das mobil in andere Räume verlegt werden kann. Alle Statusgruppen können diese Räume nutzen. So können auch gesetzliche Ruhepausen der MitarbeiterInnen der Hochschule leicht eingehalten werden. Teuer sind sie nicht und selbst in Zeiten universitären Raummangels einrichtbar.

An der Uni Münster gibt es solche Ruheräume bisher nicht. Wir wollen mit den Fachschaften, Fakultäten, Gleichstellungsbeauftragten und der Univerwaltung den Bedarf prüfen. Und uns mit Ihnen für deren Einrichtung einsetzen.

 

7. Studienfinanzierung: Für ein besseres BAföG

Die Lebenshaltungskosten steigen deutlich schneller als das BAföG. Der derzeitige Förderungshöchstsatz liegt bei 670 Euro für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen. In diesem Fall sind 77,90 € für Kranken- und Pflegeversicherung 77,90 € zu zahlen, so dass bei einer Miete von z. B. 295 Euro monatlich entsprechend noch weniger als 300 Euro für Lebensmittel, Telefonrechnungen, Fachbücher und Studienmaterialien, Privatversicherungs- und Mitgliedsbeiträge sowie Spenden aufgewendet werden können. Was da noch für Freizeitgestaltung und Kultur übrig bleibt, ist marginal. Soviel zum Höchstsatz, den im Jahr 2009 lediglich 38,5 Prozent der Studierenden erhielten. Der durchschnittliche Förderungsbetrag lag bei 434 Euro.
Die Bedarfsrechnung nimmt zum Teil obskure Züge an, wenn z. B. beim Verdienst der Eltern auf Daten Bezug genommen, die zwei Jahre alt sein müssen. Wird ein Elternteil innerhalb dieses Zeitraums arbeitslos oder pensioniert, so wird der dadurch zunehmende Bedarf an Förderung nicht berücksichtigt.

Zudem sind offenbar die meisten BAFöG-Empfänger auf einen Nebenjob angewiesen. Ein Zustand, der dem hehren Ziel des Gesetzes, berufliche Chancengleichheit zwischen Studierenden unterschiedlicher sozialer Herkunft zu gewähren, nicht gerecht wird. Verlängerte Studienzeit wegen Nebenjobs werden vom BAFöG nicht berücksichtigt. Wer die Regelstudienzeit überschreitet, wird in der Regel nicht darüber hinaus gefördert.

Bachelor-Studiengänge haben oft den inhaltlichen Umfang des Diploms, die Regelstudienzeit wurde aber auf 6 Semester gekürzt, obwohl die Studierenden 7-8 Semester brauchen. Um auch für diesen Zeitraum BAFöG zu erhalten, wollen wir erreichen, dass die Regelstudienzeit an die Regelstudiendauer angepasst wird.
Die Bedarfsrechnung des BAföG-Satzes soll also realistisch zu gestaltet, sowie an den tatsächlichen Bedürfnissen und Lebensumständen sozial benachteiligter Studierender angepasst werden.

Das Antragsverfahren ist bürokratisch und dauert wochen- oder monatelang, die Sprechzeiten sind zudem sehr eingeschränkt. Wir möchten das Studentenwerk stärken, so dass dort mit mehr Personal eine schnellere Bearbeitung und umfassende Sprechzeiten gewährleistet werden können und den Bürokratieabbau fördern. Im Gegensatz zu manch anderer Liste fordern wir kein BAföG für Kinder reicher Eltern, da die Mittel bereits jetzt zu knapp sind, um überhaupt die Studierenden, die Bedürftigkeit nachweisen können, ausreichend zu versorgen.

Prestigeprojekt „Deutschlandstipendium“: Ein teurer Flopp

Das „Deutschlandstipendium“ erreicht einen kaum nennenswerten Anteil der Studierenden: Nicht einmal 0,5 %. Das Deutschlandstipendium erreicht durch die Selektionskriterien kaum jene, die tatsächlich auf Förderung angewiesen sind. 50 % des Stipendiums sollen aus der Wirtschaft gezahlt werden, doch es finden sich kaum Sponsoren. Bei lediglich 8,6 Millionen Euro eingeworbenen „Privatmitteln“ entfallen bei 388 teilnehmenden Hochschulen im Schnitt nur 22.165 Euro je Hochschule → Wenn dafür jeweils nur eine Sachbearbeiterstelle erforderlich ist, sind die Bruttopersonalkosten dafür bereits höher. Darüber hinaus wurden bereits 2,2 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Viel Geld, das viel besser in eine Ausweitung des BAföG investiert werden könnte. Dafür machen wir uns stark.

 

8. Für mehr Demokratie, gegen Hochschulrat und Middelhoff

Im Jahr 2008 wurde der Uni per Landesgesetz ein neues Gremium an die Spitze gesetzt: Der Hochschulrat. Dort sitzt nicht ein einziger Studierendenvertreter, dafür Wirtschaftsvertreter wie der vom Handelsblatt als „Versager“ betitelte „Top“-Manager Thomas Middelhoff. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der Veruntreuung von Millionengeldern. Unter seiner Verantwortung verlor der Aktienkurs von Arcandor (Karstadt) binnen einem Jahr um 90 %. Anschliessend mußte der Konzern insolvenz anmelden. Wir hingegen wollen abmelden: Herrn Middelhoff und den Hochschulrat! Für eine Stärkung der demokratischen studentischen Mitbestimmung im Senat und anderswo!

 

9. Onlinedschungel lichten!

Wer kennt das nicht: Es wird von uns Studierenden erwartet, jederzeit die Internetangebote zu nutzen und auf dem Laufenden zu sein. Wer das ernst nimmt, muss stundenlang im Internet nach den richtigen Plattform unserer Universität suchen. Von HISLSF & QISPOS über Learnweb, den BSCW-Server und das mittlerweile stillgelegte OpenUSS bis zu den unterschiedlichen Fakultätsseiten und weiteren Webseiten – der Vielzahl sind keine Grenzen gesetzt. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven! So funktionieren Anmeldung für Prüfungen mitunter selbst bei Eintragung in die Plattform nicht (in Anglistik muss man sich bspw. für eine Modulabschlussklausur sowohl online bei QISPOS, als auch auf Papier mittels eines Formulars anmelden – und selbst bei doppelter Anmeldung ist die Teilnahme an der Klausur nicht garantiert!), und das Debakel um Abschlusszeugnisse in 2008 hat gezeigt, wie wichtig ein verlässliches System ist. Damals konnten für knapp 500 Lehramtsabsolventen keine Zeugnisse gedruckt werden, was für viele einen Wechsel in Masterstudiengänge oder anderweitige Bewerbungen erschwerte bzw unmöglich machte!

Daher fordern wir eine einheitliche und zuverlässige Onlineplattform für alle studienrelevanten Informationen!

 

10. Kriegsforschung an der Uni? Nicht mit uns!

Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen fünf und sieben Milliarden Euro öffentliche Mittel für die Rüstungsforschung an öffentlich geförderte Institute wie Hochschulen vergeben.

Wollen wir wirklich, dass Hochschulen in Deutschland mithelfen, Wehrtechniken zu verbessern?

Bisher hat sich das uFaFo dagegen gewehrt, dass die Hochschulleitung der Bundeswehr Räume und Plätze, beispielsweise für Paraden, zur Verfügung stellt. Jetzt wollen wir gemeinsam mit euch für eine friedensschaffende Wissenschaft kämpfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Uni Münster bereits direkt oder indirekt Militärforschung betreibt, denn es gilt, dies auch zukünftig – in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte und erhöhtem Drittmittelbedarf – endgültig auszuschließen und zu verhindern.

Wir fordern für Münster die Zivilklausel. Das bedeutet, dass die Uni Münster einen Passus in ihre Grundordnung aufnimmt, welcher sie selbst verpflichtet, ausschließlich friedliche und zivile Zwecke zu verfolgen und Kooperationen mit der Bundeswehr oder weiteren militärischen Einrichtungen abzulehnen.

Wenn du auch dieser Meinung bist, gib uns deine Stimme bei der Wahl des Studierendenparlaments 2011!

Hintergrundinformationen:

International Appeal to the heads of universities and responsible academic bodies

Stoppt Kriegsforschung an Hochschulen

Initiative gegen Militärforschung an Universitäten

 

11. Wir sind für studierbare Studiengänge & Masterplätze für alle!

Die Umstellung auf Bachelor und Master hat nicht nur vieles schneller sondern auch komplizierter gemacht. Das werdet ihr im Studienalltag immer wieder merken. Die enorme Prüfungslast, die Verschulung des Studiums, der Anwesenheitszwang – all das sind Probleme, mit denen wir uns beschäftigen und an deren Beseitigung wir anstreben.

Viele Bachelor-Absolventen haben große Schwierigkeiten einen adäquaten Masterplatz zu finden. Das Masterangebot sollte nachfrageorientiert ausgebaut und der Zugang nicht durch einen NC begrenzt werden. Wer einen Bachelor hat, muss automatisch einen Masterplatz bekommen können. Schluss mit zusätzlicher Aussiebung. Wir fordern den „Master für alle!“

 

12. Gegen Studiengebühren

Trotz massiver Proteste der Studierenden hatte der Senat der Uni Münster in 2007 die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Über Jahre hinweg mußten wir alle 275 Euro pro Semester – zusätzlich zum ohnehin anfallenden Semesterbeitrag. Eine deutliche Verbesserung der Studienbedingungen konnten wir seitdem nicht beobachten, auch sonst sehen wir kaum positive Effekte. Im Gegenteil: Studiengebühren schrecken vom Studium ab und erhöhen den Arbeitsaufwand von Studierenden. Denn viele Studierende müssen neben dem Studium arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, und tun sich mit den Studiengebühren nochmal schwerer.

Auch wenn diese zwischenzeitlich für die Studierenden in NRW abgeschafft wurden und das Thema in der Landespolitik zunächst „verbrannt“ ist, kann es jederzeit wieder aufgegriffen werden. Wir wehren uns gegen jegliche Bestrebungen zur Wiedereinführung von Studiengebühren.

 

 13. Antidiskriminierung & Antirassismus: Uni für alle!

In Artikel 3 des Grundgesetz heißt es: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Doch habt ihr schonmal einen Hörsaal gesehen, der auch für Gehörgeschädigte ausgestattet ist? Habt ihr auch schon mit Magendarmproblemen vor verschlossenen Uni-Toiletten („nur für Personal“) gestanden? Für Eltern und chronisch Kranke sind diese Probleme auf der Tagesordnung. Für Studierende im Rollstuhl reicht eine Rampe vor dem Schloss nicht aus.

Nicht der Mensch ist behindert, sondern die Umgebung ist es, die ihn behindert. Wir möchten uns dafür entschuldigen, dass unsere Homepage noch nicht barrierefrei ist. Wir haben leider noch nicht die finanziellen hierzu. Es gibt jedoch keinen Grund, warum die Uni-Homepage nicht barrierefrei ist. Zur wirklich gleichberechtigten, barrierefreien Uni ist es also ein langer Weg – und wir wollen ihn gehen.

Wir wehren uns zudem gegen die Selbstbeschneidung des AStA zu einer reinen Servicestelle. Wir setzen uns ein für die Förderung von Projekten gegen Diskriminierung & Rassismus, für Toleranz und Demokratie. Für eine friedliche, bunte und multikulturelle Uni für alle!

 

14. Wir sind für Datenschutz!

Auch an unserer Uni gibt es Videoüberwachung. Zur Zeit wird ein weiteres Instrument zur Überwachung diskutiert: Die StudiCard. Ein Funk-Chip in der Plastikkarte soll es ermöglichen, das Mensa-Essen zu bezahlen, zu kopieren, Bücher auszuleihen und – nach dem Willen der Verkehrsunternehmen – sich in Bus und Bahn auszuweisen. Mithilfe eines solchen Chips können Uni und Verkehrsunternehmen uns auf Schritt und Tritt verfolgen. Sie können Bewegungsprofile erstellen, überprüfen, was wir gegessen haben, wie viele Kopien wir angefertigt haben, welche Vorlesungen wir besuchen und wann wir mit welchem Bus gefahren sind. Das wollen wir nicht. Mit der gleichen Schärfe, mit der wir gegen die ausufernde Videoüberwachung vorgegangen sind, setzen wir uns nun auch gegen die Einführung der StudiCard ein.

 

15. Für eine starke studentische Stimme!

Studierende sind in vielen Gremien der Universität vertreten. Dort können wir mitbestimmen und unsere Ideen und Forderungen einbringen. Die Organe der verfassten Studierendenschaft, also Studierendenparlament, Fachschaften und AStA, bieten uns ein Sprachrohr. Allerdings sind unsere Einflussmöglichkeiten trotzdem beschränkt. Was das Studierendenparlament sagt, interessiert oft niemanden. Und im Senat, dem höchsten Gremium der Uni, können die vier Studierenden kaum etwas gegen die zwölf Professor/inn/en ausrichten, die ihnen gegenüber sitzen. Wenn der Senat  z.B. über die Einführung von Studiengebühren abstimmt, fallen die vier studentischen Stimmen kaum ins Gewicht (bei der Abstimmung hat außerdem der RCDSler Max Brüggemann für die Studiengebühren gestimmt). Im Hochschulrat ist erst gar kein/e Student/in vertreten, dafür aber u.a. der Pleite-Unternehmer Thomas Middelhoff. Wenn aber vor den Türen des Senats hunderte Studierende stehen und lauthals ihre Interessen kundtun, merken die Prefessor/inn/en zumindest, dass die Studierendenschaft ihnen zahlenmäßig überlegen ist und dass die Meinung der Studierenden mehr zählen sollte als vier Stimmen. Demonstrationen, Proteste, Widerstand und Krawall sind wichtig, weil die uns zugewiesenen Mitbestimmngsmöglichkeiten oft nicht ausreichen und Studierende regelmäßig übergangen werden, wenn’s bequemer ist. Das uFaFo ist deshalb nicht nur in Gremiensitzungen anzutreffen, sondern auch auf Demos und bei Protesten. Natürlich waren und sind wir deshalb auch beim bundesweiten Bildungsstreik dabei.

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Das uFaFo ist eine eingetragene Hochschulgruppe der Universität Münster.

uFaFo-Satzung


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Literatur 22

Der vergnügliche (Vor-)Lese- abend am 22. jedes Monats.
Nächster Termin: Mittwoch 22. Januar 2014, ab 19:00 Uhr im Club Courage.

Der Leerstandsmelder für Münster

Drogenlegalisierung

Wahlbetrug der Juso-HSG

Protest

Bildungsstreik Münster - Freie Fahrt für Bildung!

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